Abfallverbringung

Für die grenzüberschreitende Abfallverbringung ist seit dem 12.7.2007 die EG-Verordnung Nr. 1013/2006 über die Verbringung von Abfällen anzuwenden.

Nähere Informationen

Weitere Einzelheiten zu

  • den neuen rechtlichen Grundlagen der Abfallverbringung,
  • ergänzenden Vorschriften, insbesondere zur EG-Verordnung Nr. 801/2007 über die Ausfuhr grün gelisteter Abfälle in Nicht-OECD-Staaten,
  • weiteren Änderungen und Ergänzungen der EG-Verordnung Nr. 1013/2006 (Formulare, Ausfüllanleitungen),
  • den Leitlinien der Anlaufstelle (z.B. zu Elekto- und Elektronik-Altgeräten) sowie
  • den von der LAGA verabschiedeten Vollzugshilfen zur EG-Verordnung bzw. eine Handlungsanleitung für die Zusammenarbeit zwischen Zoll- und Überwachungsbehörden

finden Sie in der Veröffentlichung des Bundesumweltministeriums.

Die europäischen Rechtsgrundlagen werden ergänzt durch das am 28.7.2007 in Kraft getretene Abfallverbringungsgesetz, das einschließlich untergesetzlicher Vorschriften (Abfallverbringungsbußgeldverordnung, Abfallverbringungsgebührenverordnung, Zollstellen, bilaterale Vereinbarungen) ebenfalls auf den Seiten des BMU einsehbar ist. Zur Erläuterung der Vorschriften des Abfallverbringungsgesetzes und der EG-Verordnung Nr. 1013/2006 wurde in Sachsen-Anhalt die "Vollzugshilfe zur Abfallverbringung", veröffentlicht als LAGA-Mitteilung 25, verbindlich eingeführt.


Die Entscheidung über Im-/Export notifizierungspflichtiger Abfälle liegt in der Zuständigkeit der Bundesländer.

In Sachsen-Anhalt sind zuständig

  • das Landesverwaltungsamt (für alle Entsorgungsarten außer Untertagedeponien und Bergversatz)
  • das Landesamt für Geologie und Bergwesen (für Untertagedeponien und Bergversatz).

In Fällen der Ausfuhr ist die Behörde zuständig, in deren Bereich die Beförderung des Abfalls beginnt. Bei der Einfuhr ist entscheidend, wo der Abfall behandelt, gelagert oder abgelagert werden soll, wobei die zustätzlichen Bestimmungen zur vorläufigen Verwertung/Beseitigung zu beachten sind. Für den Transit ist das Umweltbundesamt zuständig.

Am 1.9.2001 trat nach mehrjähriger Vorbereitungsphase der Staatsvertrag über die Bildung einer gemeinsamen Einrichtung nach § 6 Abfallverbringungsgesetz in Kraft. Damit wird der Ländervollzug zur Rückführung verbrachter Abfälle in bestimmten Fällen (z.B. bei Zuständigkeit mehrerer Landesbehörden) vereinfacht, indem die Vollzugszuständigkeit beim Land Baden-Württemberg gebündelt wird. Dort zuständig ist derzeit die SAA Sonderabfallagentur Baden-Württemberg GmbH.


Weitere Informationen, rechtliche Auskünfte und Statistiken zur grenzüberschreitenden Abfallverbringung sind beim Umweltbundesamt erhältlich, das als nationale Anlaufstelle in Deutschland fungiert.