Strahlenschutz

In Industrie, Gewerbe, Medizin und Forschung wird mit radioaktiven Stoffen in unterschiedlichen Konzentrationen umgegangen. Die Möglichkeit, dass radioaktive Stoffe z. B. bei Havarien oder Unfällen mit der Umwelt in Berührung kommen, ist selbst bei sorgfältigen Arbeiten nicht auszuschließen.

Der Strahlenschutz ist somit eine wichtige Aufgabe des Umweltschutzes neben der des Arbeitsschutzes.

Rechtliche Grundlage für die kontinuierliche Überwachung der Umweltradioaktivität ist das Strahlenschutzvorsorgegesetz. Die Aufgaben nach dem Strahlenschutzvorsorgegesetz sind auf Bund und Länder verteilt:

Aufgabe des Bundes ist unter anderem die Ermittlung

  • der Radioaktivität in Luft und Niederschlag,
  • der Radioaktivität in Bundeswasserstraßen,
  • der Gammaortsdosisleistung.

Aufgabe der Länder ist die Ermittlung der Radioaktivität, unter anderem

  • in Lebensmitteln, Bedarfsgegenständen und Arzneimitteln,
  • in Futtermitteln,
  • im Trinkwasser, Grundwasser und in oberirdischen Gewässern,
  • in Abwässern, im Klärschlamm, in Reststoffen und Abfällen,
  • im Boden und in Pflanzen,
  • in Düngemitteln.

In Sachsen-Anhalt werden vom Landesamt für Umweltschutz (LAU) jährlich ca. 700 Proben auf ihren Gehalt an Radionukliden überprüft.

Das Integrierte Mess- und Informationssystem zur Überwachung der Umweltradioaktivität (IMIS) fasst die Messdaten des Bundes und der Länder zusammen und steht dem Bund und dem Land zur Verfügung.

  • Facebook-Icon
  • YouTube-Icon
  • Twitter-Icon
Mitmachen: Logo herunterladen!Logo Weltoffen

Ansprechpartner

Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Energie
Referat: Nukleare Entsorgung, Atomrechtliche Verfahren, Strahlenschutz
Leipziger Straße 58
39112 Magdeburg
Tel: 0391/567-1712
E-Mail: poststelle(at)mule.sachsen-anhalt.de