Altlastensanierung als Ansiedlungspolitik

Industriebrache

Mit der Altlastensanierung wird in Sachsen-Anhalt konkrete Ansiedlungspolitik betrieben. Das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Energie legt jährlich Sanierungsschwerpunkte fest: Dort, wo Investoren auf Flächen warten, wird zuerst saniert. Gesteuert wird die Altlastensanierung auf den Flächen der ehemaligen Staatsunternehmen der DDR seit 2000 durch die Landesanstalt für Altlastenfreistellung (LAF) mit Sitz in Magdeburg.

Grundlage für die vom Land geführte Sanierung ist der Ende Oktober 2001 mit der Bundesanstalt für vereinigungsbedingte Sonderaufgaben (BvS) geschlossene Pauschalierungsvertrag. In diesem Generalvertrag ist auch die Einrichtung eines milliardenschweren Sondervermögens des Landes für die Finanzierung der Altlastensanierung geregelt.

Im Vergleich zu anderen Bundesländern ist Sachsen-Anhalt besonders stark von Altlasten und deren ökologischen Auswirkungen betroffen gewesen. So befanden sich z. B. fast 80 Prozent der chemischen Industrie der ehemaligen DDR auf dem Gebiet des heutigen Sachsen-Anhalts. Als Folge mussten erhebliche Mengen Sonderabfälle fachgerecht entsorgt und sicher abgelagert werden.

Viel wurde bereits erreicht. Die Beseitigung der ökologischen Schäden erfordert aber auch künftig noch weitere Anstrengungen. So wird sich insbesondere die Reinigung großflächiger Grundwasserkontaminationen noch über viele Jahre, teilweise Jahrzehnte, hinziehen.