Windenergie - Spitzenstellung in Deutschland

In Sachsen-Anhalt waren Ende 2016 insgesamt 2804 Windenergie-Anlagen mit einer installierten Leistung von 4914 Megawatt am Netz. Damit belegt Sachsen-Anhalt nach Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Brandenburg im bundesweiten Vergleich den vierten Platz bei der kumulierten Windleistung an Land. Mit 116 neu errichteten Windkraftanlagen und einer durchschnittlichen Anlagengröße von 2784 kW im Jahr 2016 setzt Sachsen-Anhalt den Zubautrend fort und liegt damit im Mittelfeld des Länderrankings.

Im Jahr 2015 wurden in Sachsen-Anhalt fast 54 Prozent der Bruttostromerzeugung, das entspricht 56 Prozent der Nettostromerzeugung, aus erneuerbaren Energien gewonnen. Bei der Erzeugung des regenerativen Stroms dominiert die Windkraft in Sachsen-Anhalt mit einem Anteil von über 60 Prozent. Dies entspricht einer Windenergieeinspeisung von fast 7800 Gigawattstunden im Jahr 2015.

Grafik über den Zubau von Windenergieanlagen von 2001 bis 2016
Grafik über den Zubau von Windenergieanlagen von 2001 bis 2016

Vorranggebiete für Windkraftanlagen

Nach dem Baugesetz des Landes Sachsen-Anhalt sind Windkraftanlagen bevorzugte Vorhaben im Außenbereich, soweit keine öffentlichen Belange entgegenstehen. Ziel der Raumordnung und Landesplanung in Sachsen-Anhalt ist es, den Bau von Windkraftanlagen räumlich zu steuern. Der Landesentwicklungsplan 2010 legt hierzu fest, dass in den Regionalen Entwicklungsplänen Vorranggebiete mit der Wirkung von Eignungsgebieten oder Eignungsgebiete für die Errichtung von Windkraftanlagen auszuweisen sind.

Nur ein Prozent der Landesfläche sind Vorrang- oder Eignungsgebiete für Windkraftanlagen. Außerhalb der Eignungsgebiete nehmen Altanlagen nur ein Prozent der Landesfläche ein.

Alles bleibt neu - Repowering

Nach etwa 20 Jahren Dauerbetrieb muss eine Windkraftanlage überholt werden. Mit neuer Technik kann die Gesamtleistung einer Windkraftanlage und ganzer Windparks vervielfacht werden. Die Raumordnung und Landesplanung Sachsen-Anhalt verfolgt im Zuge des Repowering das Ziel, für Streuanlagen, die außerhalb der Vorrang- und Eignungsgebiete errichtet wurden, Verbesserungen örtlicher Problemlagen und Verringerungen der Anzahl der Windkraftanlagen zu erreichen. Konkrete Regelungen trifft dazu der Landesentwicklungsplan 2010 sowie die einschlägigen Rechtsnormen auf Landesebene, unter anderem das Landesentwicklungsgesetz.

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Referat Energiewende, Energietechnologie, Energieeffizienz
Dr. Martin Stötzer

Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Energie des Landes Sachsen-Anhalt

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