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Europäische Innovationspartnerschaften in Sachsen-Anhalt

Forschung und Innovation spielen in der Strategie Europa 2020 eine Schlüsselrolle bei der Vorbereitung der Europäischen Union auf die künftigen Herausforderungen. Innovationen sind unerlässlich, um die Landwirtschaft für die Zukunft zu rüsten. Dafür wurde das Konzept der „Europäischen Innovationspartnerschaften“ (EIP) eingeführt.

Dritte Antragsrunde EIP AGRI wurde eröffnet – Landwirtschaftliche Innovationsförderung für die Praxis aus der Praxis

Das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Energie ruft hiermit zur dritten Antragsrunde für das Förderprogramm Europäische Innovationspartnerschaften "Landwirtschaftliche Produktivität und Nachhaltigkeit" (EIP AGRI) auf. Potentielle operationelle Gruppen haben erneut die Möglichkeit, ihre innovativen Projektideen bis zum 30.08.2019 einzureichen. Das Ministerium stellt für die dritte Antragsrunde ein Fördervolumen von ca. 3,3 Millionen Euro zur Verfügung. Aktuell werden bereits drei operationelle Gruppen in Sachsen–Anhalt gefördert.

In der Projektfindungsphase sowie im Antragsverfahren steht der durch das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Energie beauftragte Innovationsdienstleister beratend zur Seite. Weitere Informationen zur dritten Antragsrunde und die entsprechenden Antragsunterlagen sind auf der Internetseite der Bewilligungsbehörde zu finden.

Die Europäische Innovationspartnerschaft „Landwirtschaftliche Produktivität und Nachhaltigkeit“

Die Europäische Innovationspartnerschaft "Landwirtschaftliche Produktivität und Nachhaltigkeit" (EIP AGRI) hat das Ziel, Innovationen aus der täglichen Praxis, Forschung und Entwicklung schneller in die landwirtschaftliche oder forstwirtschaftliche Praxis einzuführen. Dies soll durch eine verbesserte Zusammenarbeit zwischen landwirtschaftlicher Praxis, Beratung und Wissenschaft sowie weiteren Akteuren im ländlichen Raum erreicht werden. Die EIP AGRI ist ein wichtiger Baustein der Europa 2020-Strategie für intelligentes, nachhaltiges und integratives Wachstum.

 

Video "EIP-AGRI für Einsteiger" der Deutschen Vernetzungsstelle (MP4, 48 MB)

Operationelle Gruppen

Im Rahmen der EIP AGRI werden die Schaffung und die Tätigkeit sogenannter "Operationeller Gruppen" gefördert. In diesen Gruppen arbeiten Vertreter der Landwirtschaft, Forstwirtschaft, aus Industrie und Handwerk und der Forschung zusammen. Mindestens ein Mitglied einer Operationellen Gruppe muss aus der Landwirtschaft oder Forstwirtschaft kommen. Sachsen-Anhalt bietet im Entwicklungsprogramm für den ländlichen Raum 2014-2020 (ELER) eine Förderung für die Einrichtung und Tätigkeit operationeller Gruppen der EIP AGRI an.

Förderung von Innovationen

Mit der EIP AGRI sollen bestimmte Neuerungen in der Landwirtschaft beschleunigt eingeführt werden. Es handelt sich dabei insbesondere um Innovationen, von denen sich Praxis, Wissenschaft und Politik mehr Nachhaltigkeit und Produktivität in der Landwirtschaft versprechen. Auch hierfür bietet Sachsen-Anhalt im ELER eine Förderung von Innovationsprojekten im Rahmen der EIP AGRI an. Diese werden von den Operationellen Gruppen durchgeführt.

Unterstützung durch einen Innovationsdienstleister

Seit dem 01.01.2019 steht Interessenten der Innovationsdienstleister (IDL) für die Europäische Innovationspartnerschaft „Landwirtschaftliche Produktivität und Nachhaltigkeit“ (EIP AGRI) des Landes Sachsen-Anhalt  beratend zur Seite. Der IDL unterstützt im Antragsverfahren und inhaltlich bei der Projektierung, begleitet und unterstützt bei der Bildung einer OG und bei der administrativen Umsetzung des EIP-Vorhabens und unterstützt die OG auch bei der Öffentlichkeitsarbeit.

Ansprechpartnerin ist

Frau Dipl. Ing Christiane Steil

Tel: 069 97 266 83 - 18

Fax: 069 97 266 83 - 22

Mail: eip.sachsen-anhalt(at)ifls.de

Web: www.ifls.de    

Bewilligungsbehörde für die EIP AGRI

Anträge auf eine Förderung im Rahmen der EIP AGRI sind beim Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt in Halle zu stellen. Weitere Informationen hierzu sowie alle erforderlichen Formulare sind über den Internetauftritt des Landesverwaltungsamtes zur EIP AGRI abrufbar.

Bisherige Ergebnisse der Förderung im Rahmen der EIP AGRI in Sachsen-Anhalt

Landwirtschaftsministerin Prof. Dr. Claudia Dalbert übergab am 17. Oktober 2017 die ersten drei Bewilligungsbescheide an die jeweiligen Vertreter von drei Operationellen Gruppen. Am 01.05.2019 wurde eine weitere Operationelle Gruppe aus dem Antragsjahr 2018 bewilligt. Die Gruppen beschäftigen sich in ihren Innovationsprojekten mit:

  • der standortangepassten vollautomatischen Echtzeitoptimierung von solarbetriebenen Bewässerungssystemen bei gleichzeitiger Digitalisierung der Wasser- und Stoffströme (BigData-Digitalisierung von Ökosystemen) (OG IrriMode GbR), http://www.irrimode.de,
  • einer Entscheidungsunterstützung im Ackerbau zur Verbesserung der Ressourceneffizienz basierend auf prozessorientierten Entscheidungsregeln (OG PFcore GbR) und
  • Fuhneschrecken - Umwelt- und klimafreundliche Nahrungsquelle der Zukunft und eine Option zur besseren Grünlandnutzung (OG Agrar-Insekt Anhalt GbR), https://www.jump-food.de,
  • Superfood made in Sachsen-Anhalt - Klimaresilienter Anbau von innovativen Kulturpflanzen und Entwicklung von innovativen und gesundheitsfördernden Lebensmitteln (OG Zukunftsspeisen GbR).

Nähere Informationen zu diesen und den anderen in Deutschland laufendenden Operationellen Gruppen und deren Projekten sind auf den Internetseiten der Deutschen Vernetzungsstelle Ländliche Räume (DVS) eingestellt.

Weitere Informationen zur EIP AGRI

Allgemeine Informationen und einen Sachstand zur Umsetzung von EIP AGRI in Deutschland und der EU bieten die Internetseiten der Deutschen Vernetzungsstelle (DVS) und des EIP AGRI Servicepoints.

Weiterhin sind zahlreiche Informationen den unten zu findenden Dokumenten zu entnehmen.

Pflanzliche Erzeugung, Bio- und Gentechnik, Genressourcen, Garten- und Weinbau, Ökologischer Landbau, Beratung, Imkerei

Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Energie des Landes Sachsen-Anhalt
Leipziger Straße 58
39112 Magdeburg

Herr Heinz Jürgen Lamott 
Telefon:  +49 391 567- 1752
E-Mail: poststelle(at)mule.sachsen-anhalt.de