Wald in Zahlen

Die Waldfläche in Sachsen-Anhalt

In Sachsen-Anhalt sind 58 Prozent des Waldes Nadelwald und 42 Prozent Laubwald. Die häufigste Baumart ist die Gemeine Kiefer mit einem Anteil von 47 Prozent an der Baumartenverteilung in Sachsen-Anhalt. Sie ist vor allem im Norden und Osten Sachsen-Anhalts auf sandigen Böden vertreten. Die Fichte und das sonstige Nadelholz folgen mit einem Anteil von 11 Prozent und haben ihren Schwerpunkt in der Standortsregion Harz im gleichnamigen Wuchsgebiet. Die für Sachsen-Anhalt charakteristischen Laubbaumarten sind die Eiche mit einem Anteil von 13 Prozent und die Buche mit 7 mit ihren Verbreitungsschwerpunkten im Bereich der Standortsregionen Tiefland und Hügelland. am Waldaufbau beteiligt.

Der Waldbesitz in Sachsen-Anhalt

Die Gesamtwaldfläche in Sachsen-Anhalt beträgt auf der Grundlage der Bundeswaldinventur III (BWI III) rund 532.481 Hektar, das sind knapp ein Viertel der Landesfläche (26 Prozent). Davon sind mit einem Flächenanteil von 271.000 Hektar Privatwald (54 %), über 133.000 Hektar Landeswald (27 %), ca. 50.000 Hektar Bundeswald und gut 43.000 Hektar Körperschaftswald.

In Sachsen-Anhalt gibt es ca. 50 Tausend Waldbesitzer, wobei der Anteil der Klein- und Kleinstwaldbesitzer mit durchschnittlichen Waldflächenanteilen von 5,38 ha überwiegt. Ca. 36 Prozent der Waldeigentümer sind in Forstwirtschaftlichen Zusammenschlüssen (FWZ) organisiert.

Die Waldbewirtschaftung in Sachsen-Anhalt

Die Wälder in Sachsen-Anhalt werden nachhaltig und ordnungsgemäß auf der Grundlage des Landeswaldgesetzes Sachsen-Anhalt (LWaldG) bewirtschaftet. In Sachsen-Anhalts Wäldern wachsen jährlich ca. 3,7 Millionen Kubikmeter Holz hinzu, genutzt werden aber nur etwa 2,3 Millionen Kubikmeter. Damit liegt die Holnutzung deutlich unter dem Holzzuwachs. Im Landeswald erfolgt die Holznutzung überwiegend in einzelstammweise Nutzung nach Zielstärken und gewährleistet somit dauerwaldartige Waldstrukturen.  Auf Kahlschläge als Wirtschaftsprinzip wird dabei verzichtet.

80 Prozent der Bäume wurden aufgrund ihres Alters gefällt. Im Landeswald werden die Bäume überwiegend in Einzelstammweise nach Zielstärken geschlagen. Auf Kahlschläge wird, von wenigen Ausnahmefällen abgesehen, grundsätzlich verzichtet.

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Kontakt Info
Referat 52
Wald- und Holzwirtschaft,
Landesforstbetriebe

Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Energie des Landes Sachsen-Anhalt

Anschrift
Leipziger Straße 58
39112 Magdeburg
Telefon
Telefon: 0391/567-01
Telefax: 0391/567-1964

>>> weitere Informationen

Mit der Leitlinie Wald (pdf, nicht barrierefrei) hat sich die Landesforstverwaltung bei der Bewirtschaftung des Waldes zu einer naturgemäßen Waldbewirtschaftung verpflichtet. Die Leitlinie beinhaltet die Strategie des Landes für die Waldbewirtschaftung. Sie ersetzt die erste Leitlinie des Landes aus dem Jahr 1997. Die Leitlinie Wald ist eine Empfehlung für alle Forstleute und Waldbesitzer.

Die Grundsätze für die Erschließung der Wälder in Sachsen-Anhalt (pdf, nicht barrierefrei) sind sowohl im Landeswald als auch in den Wäldern, die durch die Landesforstverwaltung unmittelbar bewirtschaftet werden, anzuwenden.

Auf der Basis der forstlichen Standorterkundung wurden, in Anlehnung an die Stamm-Vegetationsformen, zweckmäßige Bestandszieltypen (BZT) definiert. Diese Waldbauempfehlungen für Sachsen-Anhalt (BZT-Katalog) dienen als Arbeitsgrundlage für waldbauliche Entscheidungen vor Ort. Der BZT-Katalog beinhaltet folgende Anlagen:

Das praktizierte Forsteinrichtungsverfahren des LFB vom 01.01.2007 (pdf, nicht barrierefrei) mit den dazugehörenden Definitionen wichtiger forstlicher Begriffe vom 09.12.2002 (pdf, nicht barrierefrei) ist zur Wahrung der Kontinuität für die derzeit laufende Forsteinrichtungsperiode fortzusetzen.

Arbeitsgrundlage für die Durchführung von Kalkungsmaßnahmen ist das "Merkblatt Bodenschutzkalkungen in Niedersachsen in Sachsen-Anhalt der Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt vom 03.11.2010" (pdf, nicht barrierefrei).