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Förderprogramm "DorfGemeinschaftsläden" in Sachsen-Anhalt

Aktuelle Meldungen

Was sind DorfGemeinschaftsläden?

DorfGemeinschaftsläden sind ein wichtiger Beitrag für die integrierte ländliche Entwicklung. Es wird das Ziel verfolgt, die ländlichen Regionen mit ihren Dörfern als eigenständige Wohn-, Arbeits-, Sozial- und Kulturräume zu erhalten.

Mit Hilfe von DorfGemeinschaftsläden kann die Lebensqualität auf dem Land erhöht werden:

  • Sie sind soziale Dreh- und Angelpunkte des Dorfgemeinschaftslebens.
  • Sie dienen der Versorgung mit Lebensmitteln und anderen Gütern.
  • Sie bieten optimale Voraussetzungen für den gegenseitigen Austausch und damit für das Miteinander im Dorf.
  • Sie bieten Dienstleistungen an (Postannahme etc.).
  • Sie tragen zur Erhaltung und Gestaltung des dörflichen Charakters bei.

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Wie läuft's?

Im Frühjahr 2019 erfolgte der Start des Förderprogramms DorfGemeinschaftsläden, mit dem der Aufbau und die Entwicklung kleiner Dorfläden unterstützt werden soll. Dafür stand in 2019 eine Fördersumme von 300.000 Euro zur Verfügung

Sechs Vorhaben (drei investive und drei Konzepte zur Umsetzung eines Dorfgemeinschaftsladens) überzeugten und befinden sich weitestgehend in der Abschlussphase ihrer Umsetzung. Erste Erkenntnisse zeigen, dass der Auftakt des initiierten Modellprojekts zum Förderprogramm gelungen ist.

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Was bringt es?

Neben der Förderung der Versorgung mit Lebensmitteln in den kleinen Dörfern Sachsen-Anhalts, in denen keine Grundversorgung mehr gegeben ist, ist die Schaffung eines Treffpunktes an dem weitergehende Angebote gebündelt werden, wo man sich trifft und austauscht, mindestens genauso wichtig.

DorfGemeinschaftsläden sollen soziale Dreh- und Angelpunkte des Dorfgemeinschaftslebens sein.

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Warum ist es wichtig für Sachsen-Anhalt?

Gerade in Sachsen-Anhalt fehlt über die 2007 beschlossene und in den Folgejahren umgesetzte kommunale Struktur zu oft der Bezug des Bürgers zu seiner Kommune, umso wichtiger wird damit die Verbindung zum Dorf. Das Gefühl, dass Teilhabemöglichkeiten immer weiter eingeschränkt wurden, dass man sich abgehängt fühlt – all das sind keine guten Voraussetzungen für Identifikation mit dem eigenen Lebensumfeld.

Die DorfGemeinschaftsläden sind daher auch eine Möglichkeit, sich einzubringen und es den Menschen zu ermöglichen das Dorfleben so zu gestalten, wie sie es sich vor Ort ganz individuell wünschen.

Die Förderung kann einen Anreiz geben, sich im Dorf auf den Weg zu machen: die Versorgungssituation gemeinsam diskutieren, Lösungen zu durchdenken und die Umsetzung anzupacken.

Der Bedarf ist da. Das zeigen gerade auch Beispiele wie der Dorfladen in Angern, der auf private Initiative hin wieder eröffnet wird. Dort, wo private Initiative mangels Gewinnaussichten an die Grenze kommt, kann die Förderung eine Hilfe leisten.

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Wie geht es weiter?

Die Förderung soll fortgeführt werden. 

Ein entsprechender Förderaufruf wird vom Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Energie in Kürze veröffentlicht. Bewerben können sich wieder Einrichtungen, Initiativen oder Dorfbewohnerinnen und Dorfbewohner aus Ortschaften mit weniger als 2.500 Einwohnern in Sachsen-Anhalt, die gemeinsam mit ihrer Gemeinde einen DorfGemeinschaftsladen als lebendigen Dorfmittelpunkt etablieren wollen.

Es geht um Nahversorgung, Dienstleistungen und darum, einen sozialen Treffpunkt für das Miteinander im Dorf mit Leben zu füllen, um den Zusammenhalt im Dorf zu fördern.

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