Gartenschauen in Sachsen-Anhalt

gelbe Blumen

Gartenschauen sind Großereignisse. Sie bieten den Besuchern ein vielseitiges Angebot:

  • Garten- und Grünflächengestaltung,
  • Lehrschauen, 
  • garten- und pflanzenbauliche Ausstellungen, 
  • zahlreiche Informationsveranstaltungen.

Und natürlich stehen Unterhaltungsprogramme und Auftritte populärer Künstler auf der Tagesordnung. Selbst für Besucher, die ein beschaulicheres Eckchen suchen, ist auf einer Gartenschau gesorgt.

Ziele einer Landesgartenschau

Mit Landesgartenschauen sollen

  • Gartenkultur,
  • Tourismus,
  • Stadtklima,
  • Lebensbedingungen sowie
  • Landschafts-, Natur-, Umwelt- und Denkmalschutz

gefördert und infrastrukturelle Defizite langfristig beseitigt werden.

Landesgartenschauen in Sachsen-Anhalt

Gartenschauen sind in Sachsen-Anhalt ein wichtiger Motor für die Entwicklung der ausrichtenden Stadt und der Region. Sie sind ein Instrument der nachhaltigen Stadt- und Tourismusentwicklung. Garten- und landschaftsgestalterische Maßnahmen werden hier mit städtebaulichen Maßnahmen verbunden. Die Leistungsfähigkeit des Gartenbaus mit seinen verschiedenen Sparten wird demonstriert und es werden positive Entwicklungen in der ausrichtenden Stadt gefördert. Die Attraktivität der Stadt wird gesteigert. Belange des Naturschutzes, der Infrastruktur, des Denkmalschutzes und des Tourismus finden Berücksichtigung. Sachsen-Anhalt legt hohen Wert auf die langfristige Nutzbarkeit der geschaffenen Anlagen für Bevölkerung und Touristen.

Förderung durch das Land Sachsen-Anhalt

Die Ausrichtung einer Landesgartenschau bietet der ausrichtenden Stadt die Möglichkeit, finanzielle Ressourcen auf ein Schwerpunktereignis zu konzentrieren. Bei Landesgartenschauen werden Ressourcen wie nirgendwo sonst im Land gebündelt und finanzielle Mittel effektiv eingesetzt. Innerhalb eines vergleichsweise kurzen Zeitraums können zahlreiche Maßnahmen umgesetzt und viele Fördermöglichkeiten genutzt werden.

Das Land Sachsen-Anhalt stellt finanzielle Mittel bereit, um unter anderem 

  • die grüne Infrastruktur und das Stadtklima zu verbessern, 
  • städtebauliche Maßnahmen zu realisieren, 
  • moderne Verkehrskonzepte umzusetzen und 
  • Verbesserungen für Klima- und Denkmalschutz und die Erhaltung der Biodiversität zu erreichen.

Mit Hilfe der Fördermittel werden regionale Wirtschaftskreisläufe angekurbelt, Arbeitsplätze geschaffen und der Tourismus belebt. Das Wohnumfeld der Einwohner wird aufgewertet, was einer Abwanderung entgegen wirken und zu einer erhöhten Ansiedlung führen kann.

Das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Energie fördert die Landesgartenschau mit einem Sockelbetrag in Höhe von 5 Millionen Euro. Diese Mittel können für den sogenannten Grünen Bereich eingesetzt werden. Mit der Förderung des Ministeriums können landschaftsgestaltende und gartenbauliche Investitionen umgesetzt werden, die durch andere Förderprogramme nicht abgedeckt werden.

Bisherige Gartenschauen in Sachsen-Anhalt

1999 richtete Magdeburg eine Bundesgartenschau aus. Das Gelände wird nach wie vor rege genutzt. Hier befindet sich der beliebte Elbauenpark.

Die erste Landesgartenschau fand 2004 in Zeitz unter dem Motto "Zeit(z)reise" statt. Im Mittelpunkt der Schau stand das Gelände rund um den Schlosspark Moritzburg. Das Gelände wird auch heute noch intensiv genutzt.

Die zweite Landesgartenschau wurde 2006 in Wernigerode ausgetragen. Auf dem Gelände befindet sich heute der Bürger- und Miniaturenpark. Dieser ist ein lohnendes Ausflugsziel. Hier kann man zum Beispiel Harzer Sehenswürdigkeiten im Miniaturformat bestaunen.

In Aschersleben wurde 2010 die dritte Landesgartenschau präsentiert. Mehrere aneinander angrenzende Grünflächen der Stadt wurden attraktiv und einladend gestaltet. Die Innenstadt hat durch begleitende Maßnahmen stark gewonnen. Die Flächen laden auch heute noch zum Bummeln und Verweilen ein.

Im Jahr 2015 beteiligte sich die Stadt Havelberg an der Bundesgartenschau Havelregion. Es wurden insbesondere die Flächen um den Dom aufgewertet. Kreativität zeigte unter anderem die Ausrichtung der Blumenhallenschauen in einer Kirche. Auch das sehenswerte Haus der Flüsse wurde im Zusammenhang mit der Landesgartenschau errichtet. Im Zuge dessen wurde das Außengelände völlig neu gestaltet.

Die fünf Städte haben nachhaltig von ihren Schauen profitiert. Es wurden viele positive Entwicklungen in Gang gesetzt. Nicht umsonst hat sich die Landesregierung in ihrem Koalitionsvertrag dazu bekannt, weiterhin Landesgartenschauen durchzuführen.

Landesgartenschau 2018 in Burg

Logo der Landesgartenschau Burg

Seit 21. April bis zum 7. Oktober 2018 findet die Landesgartenschau in Burg statt. Auch hier hat das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Energie einen Sockelbetrag in Höhe von 5 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Auch aus der Städtebauförderung und des Förderprogramms zur "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" hat die Stadt Geld erhalten.

In Burg wurden der Goethepark, der Weinberg, die Ihlegärten und der Flickschupark anspruchsvoll neu gestaltet. Dazwischen liegt die Innenstadt, die zu einem Bummel einlädt. Gartenliebhaber, Erholungssuchende und alle anderen Neugierigen werden auf ihre Kosten kommen. Viele neue Spielmöglichkeiten laden Familien mit Kindern ein, hier einen tollen Tag zu verbringen. Auf die Besucher warten wechselnde Hallenschauen und Bepflanzungen, Lehrschauen, Konzerte, Unterhaltungsprogramme und Informationsveranstaltungen. Mehr als 800 Veranstaltungen sollen stattfinden.

Das Grüne Klassenzimmer hält auf dem Gelände spannende Veranstaltungen für Kindergarten- und Schulkinder bereit.

Die Landesgartenschau 2018 hat das Gesicht der Stadt Burg schon jetzt nachhaltig verändert und wird es bleibend prägen. Bürger und Stadt werden nachhaltig profitieren.

Landesgartenschau 2022 in Bad Dürrenberg

Die Landesregierung hat am 28. März 2017 beschlossen, die Landesgartenschau 2022 an die Stadt Bad Dürrenberg zu vergeben. Das Motto des Konzeptes lautet "Salzkristall & Blütenzauber". Folgendes ist geplant:

  • Sanierung des historischen Kurparkes mit dem Gradierwerk,
  • Wiederherstellung der Saalehänge mit alten Wegeführungen zum und am Fluss,
  • Schaffung eines Weinbergs am Saalehang,
  • Schaffung von Blickachsen auf die Leunawerke und
  • Vernetzung der Ränder des Kurparkes mit der Wohnbebauung.

Die Saale soll wieder erlebbar und Räume miteinander vernetzt werden. Der Kurpark soll eine überregionale Bedeutung erlangen und kultureller Mittelpunkt der Stadt werden. Der Ideenwettbewerb für die Landesgartenschau ist beendet. Nun gilt es, die Planungen mit Leben zu erfüllen.

Auch für Bad Dürrenberg hat das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Energie eine Förderung in Höhe von bis zu 5 Millionen Euro vorgesehen. Zusätzlich ist eine Unterstützung aus vorhandenen Förderprogrammen des Landes geplant.

Dokumente

Informationen zu den Grundsätzen für eine Bewerbung mit Hinweisen zur Finanzierung und Organisation sind hier zu finden:

Grundsätze für die Durchführung von Landesgartenschauen

Beispielhaft ist hier die Ausschreibung einer Landesgartenschau nachzulesen:

Ausschreibung für die Durchführung einer Landesgartenschau in Sachsen-Anhalt im Jahr 2022

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Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Energie des Landes Sachsen-Anhalt

Anschrift
Leipziger Straße 58
39112 Magdeburg
Telefon
Telefon: +49 391 567-01
Telefax: +49 391 567-1964