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Landwirtschaft in Sachsen-Anhalt

Ökolandbau in Sachsen-Anhalt

Der Ökolandbau in Sachsen-Anhalt ist weiter gewachsen. In den Jahren 2017 bis 2020 ist die ökologisch bewirtschaftete Fläche um rund 47.000 ha gestiegen. 628 landwirtschaftliche Betriebe wirtschafteten 2020 nach den Richtlinien des ökologischen Landbaus auf ca. 108.000 Hektar landwirtschaftlich genutzter Fläche. Weitere Zahlen und Informationen sind auf der Internetseite zum Ökolandbau in Sachsen-Anhalt zu finden.

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Junglandwirteförderung

In der Landwirtschaft steht ein Generationenwechsel an. Es werden engagierte junge Menschen benötigt, die in den Dörfern Sachsen-Anhalts etwas bewegen wollen und Verantwortung übernehmen. Deshalb unterstützt das Land junge Menschen beim Aufbau eines eigenen Betriebes mit bis zu 70.000 EURO über 5 Jahre über die "Existenzgründungsbeihilfe Junglandwirte". Damit werden die ländlichen Räume gestärkt, Wertschöpfung ermöglicht und Arbeitsplätze direkt vor Ort geschaffen. Insgesamt wurden 53 Junglandwirtinnen und Junglandwirte seit 2017 mit 3,59 Mio. EURO gefördert.

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Förderung der Haltung von Legehennen in mobilen Hühnerställen

Immer mehr Verbraucherinnen und Verbraucher entscheiden sich für Eier aus der ökologischen Freilandhaltung, vor allem dann, wenn die Produkte aus der Region kommen. Eine Chance für Öko-Betriebe, in diesen Markt einzusteigen, bieten mobile Hühnerställe.

Diese besonders artgemäße und umweltschonende Haltungsform für Hühner ist ein großer Gewinn für das Tierwohl in der Eierproduktion. Über das Agrarinvestitionsprogramm (AFP) ist eine Förderung der mobilen Hühnerhaltung möglich. Alle Informationen dazu gibt es im Flyer "Haltung von Legehennen in mobilen Hühnerställen".

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Förderung der Erhaltung tiergenetischer Ressourcen in der Landwirtschaft

Für die Gewährung von Zuwendungen zur Förderung der Erhaltung tiergenetischer Ressourcen ist ab sofort die Antragstellung für eine Verlängerung des Verpflichtungszeitraumes vom 01.07.2021 bis zum 30.06.2022 möglich. Die Richtlinie und die Formulare sind in ELAISA eingestellt.

Auch Halter der Rasse Rhönschaf können in diesem Jahr wieder einen Antrag stellen, da das Rhönschaf erneut als Beobachtungspopulation eingestuft wurde.

Im laufenden Jahr 2021 können folgende Betriebe eine einjährige Verlängerung beantragen:

  • Betriebe, deren fünfjährige Verpflichtung in diesem Jahr zum 30. Juni ausläuft (Erstantragsjahr 2016, einschließlich Rhönschaf),
  • Betriebe, denen im Vorjahr Verlängerungen gewährt worden sind (Erstantragsjahr 2015, ohne Rhönschaf). 

Eine Verlängerung umfasst maximal den Tierbestand, dessen fünfjährige oder bereits einmal verlängerte Verpflichtung zum 30. Juni 2021 ausläuft. Ein Verlängerungsantrag ist grundsätzlich sinnvoll, da hierdurch die auslaufenden fünfjährigen Verpflichtungen jahresscheibenweise bis zum Ende der Förderperiode fortgeführt werden können. Ziel ist es, das Angebot zur Gewährung der Haltungsprämien in der neuen EU-Förderperiode 2023 bis 2027 fortzusetzen.

Ein Verlängerungsantrag und auch der Auszahlungsantrag sind bis zum 15. Mai des Jahres beim jeweiligen zuständigen Amt für Landwirtschaft, Flurneuordnung und Forsten zu stellen. Da die Frist 2021 auf ein Wochenende fällt, ist die Antragsabgabe bis zum 17. Mai 2021 sicherzustellen.

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Bodennutzung

Deutlich mehr als die Hälfte der Fläche Sachsen-Anhalts wird landwirtschaftlich genutzt. Die Landwirte produzieren auf sehr heterogenen Flächen - von den wertvollsten Böden Deutschlands in der Magdeburger Börde bis zu den sandigen Böden der Altmark und des Flämings.

Die ca. 1,2 Mio. Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche umfassen insbesondere

  • knapp eine Million Hektar Ackerland,
  • ca. 173.000 Hektar Wiesen und Weiden als Dauergrünland, 
  • etwa 1.500 Hektar Baum- und Beerenobst (einschließlich Nüssen), 
  • 680 Hektar Rebflächen.

Interessierte können sich hier über den Bodenmarkt in Sachsen-Anhalt und aktuelle Pachtpreise informieren.

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Starke Betriebe

Bei einer Durchschnittsgröße von 270 Hektar sind die landwirtschaftlichen Betriebe etwa 4,5 mal so groß wie im Bundesdurchschnitt (circa 60 Hektar). Die ca. 4.400 landwirtschaftlichen Betriebe im Land sind sehr unterschiedlich aufgestellt: vom Nebenerwerbsbetrieb über Einzelunternehmen im Haupterwerb, Personengesellschaften bis hin zu juristischen Personen, von der konventionellen Landbewirtschaftung über den leistungsstarken Ökobetrieb bis zu Gemischt- und Spezialbetrieben kann man hier alles finden.

Die Landwirtschaft bietet rund 25.000 Menschen einen Arbeitsplatz.

Ausführliche Informationen zum Beispiel über Unternehmensstrukturen, Flächenausstattungen der Betriebe, Arbeitskräfte und Betriebsergebnisse bietet der Bericht zur Lage der Landwirtschaft des Landes Sachsen-Anhalt 2018.

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Mehr als Schrot und Korn

Sachsen-Anhalts Acker- und Pflanzenbau gehört bei den Erträgen und den Qualitäten zu den Spitzenreitern in Deutschland: Typisch für Sachsen-Anhalt sind Getreide-, Raps- und Zuckerrübenfelder. Daneben gibt es bedeutende Betriebe der Saat- und Pflanzgutvermehrung und Spezialkulturen wie Hopfen, Arznei- und Gewürzpflanzen. Nicht zu vergessen sind Spargel und Zwiebeln. Im Süden des Landes haben der Obst- und der Weinbau eine lange Tradition. Gute Weine aus Deutschlands nördlichstem Weinbaugebiet mit den Steillagen an Saale und Unstrut sind unter Kennern beliebt. Sachsen-Anhalt unterstützt den Weinbau mit dem Nationalen Stützungsprogramm Wein und einem Förderprogramm zur Erhaltung des Steillagenweinbaus.

Aktuelle Zahlen zu Bodennutzung, Anbauflächen, Wachstumsstand und Ernte werden durch das Statistische Landesamt erhoben und veröffentlicht.

Zeitreihen zu Anbau und Erträgen enthält der Bericht zur Lage der Landwirtschaft des Landes Sachsen-Anhalt 2018.

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Voller Energie

In der Erzeugung von Bioenergie und insbesondere von Biokraftstoffen nimmt Sachsen-Anhalt in Deutschland eine führende Position ein. Fragen der regionalen Energieerzeugung und -verwendung sowie der Weiterentwicklung der Bioenergie stehen hier zunehmend im Fokus der Zusammenarbeit mit Wissenschaft und Forschung.

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Tierhaltung

Im Vergleich zu anderen Bundesländern hat Sachsen-Anhalt wenig Nutztiere, aber sehr leistungsstarke Tierhaltungsbetriebe. Bei Qualität und Quantität zählen die Tierleistungen sowie die Züchtungsergebnisse zu den Besten in Deutschland.

Der Tierschutz in Nutztierhaltungen ist ein Schwerpunkt in Sachsen-Anhalt.

Umfangreiches Zahlenmaterial zu Viehwirtschaft und tierischen Erzeugnissen ist auf den Internetseiten des Statistischen Landesamtes eingestellt.

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Leckeres aus Sachsen-Anhalt

Die Verarbeitung von Nahrungsmitteln gehört zu den stärksten Wirtschaftszweigen des Landes. Viele Marken haben ihren Weg in die Regale der Lebensmittelhändler in ganz Deutschland gefunden. Beispielhaft ist hier die Sektmarke „Rotkäppchen“. Sie hat sich über die Jahre zum Marktführer in Deutschland entwickelt.

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Wissen, woher es kommt

Der Kauf von Nahrungsmitteln direkt vom Erzeuger liegt im Trend. Über 300 landwirtschaftliche Betriebe verkaufen ihre Produkte in hoher Qualität und mit zunehmendem Erfolg direkt an den Endverbraucher.

Informationen rund um das Thema Direktvermarktung hält die Agrarmarketinggesellschaft mbH (AMG) bereit. Interessierte können sich hier unter anderem

erkundigen.

Auch ein Milchatlas und ein Wildbretatlas sind auf den Internetseiten der AMG abrufbar.

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Leitbild "Landwirtschaft 2030 Sachsen-Anhalt"

Mit der Erarbeitung des Leitbilds „Landwirtschaft 2030 Sachsen-Anhalt“ erfüllte das Landwirtschaftsministerium eine Vereinbarung aus dem Koalitionsvertrag. Ziel war es, dass die Akteure des ländlichen Raums unter professioneller Moderation gemeinsam eine Zukunftsvision für die Landwirtschaft in Sachsen-Anhalt erarbeiten. Die Leitfrage war: „Wie soll die Landwirtschaft im Jahre 2030 in Sachsen-Anhalt aussehen?“

Zunächst wurde ein professioneller externer Moderator beauftragt, der den gesamten Prozess strukturierte, die Sitzungen leitete und die gemeinsam erarbeiteten Formulierungen erfasste. In den dann erstellten Arbeitsgruppen saßen konventionelle und Öko-Landwirtschaftsverbände, Umweltverbände, Tierschutzverbände und die Wissenschaft an einem Tisch, auch die Kirchen waren mit dabei. Insgesamt beteiligten sich 41 gesellschaftliche Akteure. In 10 Workshopsitzungen wurde ergebnisoffen diskutiert und stets transparent dokumentiert. Es wurde bis zum Schluss um jedes Wort gerungen. Kompromisse zu finden war nicht immer einfach; das Ergebnis sind 38 Ziele.

Die im Leitbild formulierten Vorschläge werden von 14 Institutionen getragen. Die 38 Ziele werden handlungsleitend für das Landwirtschaftsministerium sein.

Link zum Leitbild Landwirtschaft 2030 Sachsen-Anhalt als barrierefreie pdf.

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Bericht zur Lage der Landwirtschaft in Sachsen-Anhalt 2018

Der Bericht zur Lage der Landwirtschaft des Landes Sachsen-Anhalt wird laut Landwirtschaftsgesetz alle zwei Jahre dem Landtag vorgelegt. Er fasst Zahlen und Fakten zur Entwicklung der Branche zusammen. Beispielsweise werden Informationen zu den Rahmenbedingungen der Landwirtschaft, zur Struktur landwirtschaftlicher Unternehmen, zur Arbeitskräfteentwicklung, zur Entwicklung der pflanzlichen und tierischen Erzeugung, zur Forstwirtschaft, zu Veterinärangelegenheiten sowie zur beruflichen Bildung vermittelt.

Interessierte können den 108 Seiten umfassenden Bericht zur Lage der Landwirtschaft des Landes Sachsen-Anhalt 2018 (pdf, 4 MB) herunterladen.

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