Gemeinsame Agrarpolitik

Neue Direktzahlungen ab 2015

Im Jahr 2013 wurde auf europäischer Ebene die Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) für den Zeitraum 2014 bis 2020 beschlossen.  Ziel ist es, die Landwirtschaft in Europa ökologischer und nachhaltiger zu gestalten. Die von der EU bereitgestellten Fördermittel (Direktzahlungen) werden stärker an Umweltverpflichtungen geknüpft. Dahinter steht das Prinzip: "öffentliche Gelder für öffentliche Leistungen".

Seit 2015 gibt es in Deutschland vier Bausteine im Bereich der Direktzahlungen:

Basisprämie

Die regional unterschiedlichen Prämien werden schrittweise bis 2019 zu einem bundeseinheitlichen Wert für Zahlungsansprüche je Hektar angeglichen, von derzeit 161 bis 186 Euro pro Hektar auf rund 176 Euro pro Hektar.

In Sachsen-Anhalt betrug die Basisprämie

  • im Jahr 2015    187,48 Euro pro Hektar
  • im Jahr 2016    186,24 Euro pro Hektar
  • im Jahr 2017    182,97 Euro pro Hektar

Im Jahr 2018 wird sie voraussichtlich 179,45 Euro pro Hektar betragen.

Umverteilungsprämie

Die Umverteilungsprämie (bereits 2014 eingeführt) sieht einen Zuschlag für kleine und mittlere Betriebe vor. D. h., alle Betriebe sollen für die ersten 30 Hektar etwa 50 Euro / Hektar und für weitere 16 Hektar etwa 30 Euro pro Hektar erhalten. Damit hatte sich Deutschland gegen die vorgesehene Kürzung / Kappung der Zahlungen für sehr große Betriebe ausgesprochen.

Junglandwirte

Für Junglandwirte bis 40 Jahre gibt es innerhalb von fünf Jahren ab dem Jahr der Erstniederlassung für maximal 5 Jahre und 90 Hektar Landwirtschaftsfläche eine Zusatzprämie von etwa 44 Euro pro Hektar.

Greening (konkrete Umweltleistungen)

Für  konkrete Umweltleistungen der Landwirtschaft, das Greening, werden rund 87 Euro pro Hektar zusätzlich gewährt. Diese Umweltleistungen sind Pflichtaufgaben, die zwingend zum Erhalt der Direktzahlungsprämien eingehalten werden müssen. Folgende Maßnahmen müssen erbracht werden:

  • Erhaltung von Dauergrünland,
  • Vielfalt beim Anbau von Kulturen auf Ackerflächen und
  • Bereitstellung "ökologischer Vorrangflächen" auf 5 Prozent des Ackerlandes, z. B. Stilllegung, Pufferstreifen, Hecken oder Baumreihen.

Darüber hinaus bestand 2015 die Möglichkeit, sich als Kleinerzeuger anzumelden. Diese erhalten Direktzahlungen bis zu einer Höhe von maximal 1.250 Euro in einem vereinfachten Verfahren. Der Einstieg ist jedoch jetzt nicht mehr möglich.

Für die Direktzahlungen stehen Deutschland ab dem Jahr 2014 bis 2020 jährlich rund 4,8 Milliarden Euro zur Verfügung. Aktuelle Informationen zur Gemeinsamen Agrarpolitik und Formulare zum Elektronischen Agrarantrag Sachsen-Anhalt (ELAISA) finden Sie auf den Seiten des ELAISA.

Cross Compliance

Informationen über die einzuhaltenden Verpflichtungen finden Sie in der Broschüre Cross Compliance 2018 (pdf, nicht barrierefrei)

  • Facebook-Icon
  • YouTube-Icon
  • Twitter-Icon
  • Instagram-Icon
Mitmachen: Logo herunterladen!Logo Weltoffen