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Geflügelpest

Infektionsquelle kontaminiertes Material

Bei den bisher in Deutschland verzeichneten Ausbrüchen geht das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) in den meisten Fällen von einem direkten oder indirekten Eintrag über kontaminiertes Material (Schuhwerk, Fahrzeuge, Gegenstände) als wahrscheinlichste Infektionsquelle aus.

Die Geflügelpest richtet nicht nur bei den erkrankten Tieren selbst großen Schaden an. Verheerend sind auch die großen wirtschaftlichen Folgen aufgrund von Handelssperren, Sperren um den Seuchenherd und schwerwiegenden Problemen im Absatz von Tieren und ihren Produkten auf dem Markt.

Aufstallung

Für das gesamte Land Sachsen-Anhalt galt seit dem 26. November 2016 ein Aufstallungsgebot, um den Kontakt zu Wildvögeln zu verhindern.

Es bestand die Möglichkeit, die Tiere unter einer Schutzvorrichtung zu halten, die aus einer überstehenden, nach oben gegen Einträge gesicherten dichten Abdeckung und mit einer gegen das Eindringen von Wildvögeln gesicherten Seitenbegrenzung bestehen musste.

In begründeten Einzelfällen war es möglich bei den Veterinärämtern der Landkreise und kreisfreien Städte Ausnahmen von der Aufstallung zu beantragen, wenn eine Aufstallung wegen der bestehenden Haltungsverhältnisse nicht möglich war, sichergestellt war, dass der Kontakt zu Wildvögeln auf andere Weise wirksam unterbunden wurde, und sonstige Belange der Tierseuchenbekämpfung nicht entgegenstanden.

Biosicherheit und weiteres Vorgehen

Durch den Erlass der mittlerweile aufgehobenen "Verordnung über besondere Schutzmaßregeln in kleinen Geflügelhaltungen“ wurden Biosicherheitsmaßnahmen auch für Geflügelbestände mit bis zu 1000 Stück Geflügel angeordnet. Um eine epidemiologische Untersuchung zur aktuellen Lage vorzunehmen, wurden in den Bundesländern die Daten von betroffenen Geflügelhaltungen gesammelt und analysiert. Für Deutschland zeichnet sich ein erhöhtes Einschleppungsrisiko für Regionen ab, die sowohl als klassisches Risikogebiet gelten als auch eine hohe Geflügeldichte aufweisen.

Landesamt für Verbraucherschutz

Fachbereich 4

Veterinärmedizin

Haferbreiter Weg 132

39576 Stendal

 

Dr. Wolfgang Gaede

Telefon: +49 03931 631-151

E-Mail: FB4(at)lav.ms.sachsen-anhalt.de