Schritt für Schritt - für eine lebenswerte Zukunft

Gummistiefel mit Sonneblumen
Die Postkarte "Schritt für Schritt" zum Download

MULE direkt: Zwei Jahre ist es nun her, da wurden Sie Ministerin für Umwelt, Landwirtschaft und Energie – ist die Zeit schnell für Sie vergangen?

 

Claudia Dalbert: Ja! Im Grund ist die Zeit gerast. Aber wenn ich zurückschaue: wir konnten in dieser Zeit schon einiges umsetzen, was wir uns im Koalitionsvertrag  vorgenommen hatten. Da ist es gut, mal inne zu halten und zurückzuschauen.

 

MULE direkt: Das Motto der Zwei-Jahres-Bilanz ist „Schritt für Schritt“ – wie ist das gemeint?

 

Claudia Dalbert: Ganz ehrlich, ich gehöre nicht zu den geduldigsten Menschen dieser Welt. Man kann dies als Schwäche sehen, aber auf der anderen Seite bin ich so auch immer daran interessiert, dass die Dinge, die wir uns vornehmen, auch zügig umgesetzt werden. Auch wenn wir noch viel vor uns haben, können wir es Schritt für Schritt umsetzen.

 

Claudia Dalbert mit einem Rucksack im Wald.

Dies sage ich immer wieder zu mir aber auch zu meinem Team, wenn ich sehe wieviel noch umzusetzen ist. Aber es lohnt sich – wir dürfen das Ziel einfach nicht aus den Augen verlieren. Um eine lebenswerte Zukunft zu gestalten, braucht es Ungeduld, Beharrlichkeit aber eben auch Ausdauer.


Das ist wie bei meinem Hobby, dem Wandern. Man sieht den Berg vor sich und denkt „Das wird ein ziemlich anstrengender Anstieg!“ – und dann musst du eben Schritt für Schritt jeden Höhenmeter erklimmen. Dann wirst du am Ende mit dem Gipfelkreuz belohnt.

MULE direkt: Und die Gummistiefel?


Claudia Dalbert:  Das ist eine nette Geschichte. Die Stiefel hatte ich mit einer Freundin in Thüringen gesehen und dachte mir, dass ich die als Landwirtschaftsministerin auf jeden Fall haben müsste. Seitdem trage ich diese Stiefel sehr gerne auf Terminen. Bei einem solchen Termin – es war passender Weise ein Termin zum Umweltsofortprogramm - wurde dieses Foto mit den Gummistiefeln gemacht.  Das PR-Team des Ministeriums war begeistert und sie machten spontan daraus ein Plakat.

MULE direkt: Das Umweltsofortprogramm gehörte zu den Schwerpunkten im letzten Jahr. Wie kam es zu dieser Idee?


Claudia Dalbert:  Bevor ich Umweltministerin wurde, war ich Vorsitzende des Umweltausschusses. So habe ich immer wieder erfahren, wie stiefmütterlich manchmal Umweltprojekte behandelt wurden – während anscheinend immer Geld für die nächste Autobahn oder Industrieförderung vorhanden ist. Ich möchte hier nicht Projekte gegeneinander aufrechnen, aber der finanzielle Umfang vieler Umweltprojekte ist meist ganz anders. Hier kann mit wenig Geld sehr viel erreicht werden.

#sofortistsofort

Kaum war der Startschuss des Umweltsofortprogramms gefallen, hatten wir sehr schnell viele Bewerbungen auf dem Tisch. Viele Projekte lagen in der Schublade, die bisher nicht umgesetzt werden konnten. Unterm Strich steht nun: 139 Projekte für 10 Millionen Euro, überall im Land, in wenigen Monaten – ein Riesenerfolg!

Leitbild Landwirtschaft 2030
Leitbild Landwirtschaft 2030 zum Download

MULE direkt: Die letzten Monate mussten Sie viel Kritik aushalten. Wie gehen Sie damit um, dass zum Beispiel der Präsident des Bauernverbandes auf der Grünen Woche freudig mit Ihnen Schierker trinkt und Sie am nächsten Tag bezüglich des Leitbildes in der Öffentlichkeit angreift?


Claudia Dalbert:  Zunächst einmal freue ich mich sehr über die Grüne Woche. Durch die Kooperation mit Edeka konnten wir hier schon das zweite Mal den Bio-Regionalpreis verleihen. Immer nach dem Motto: „Regional.Bio.Lecker. So soll es auf den Teller“. Auf der Grünen Woche - die ja eine Verbrauchermesse ist - spürt man sehr deutlich, dass die Nachfrage nach regionalen Produkten und Bioprodukten mehr und mehr steigt.

#regionalbiolecker

Umso deutlicher wird damit die Aufgabe. Wir müssen in Sachsen-Anhalt die Agrarwirtschaft zukunftsfest gestalten. Hierzu gehört eben auch ein Leitbild, das als Kompass fungiert. Ein solches Leitbild wurde nun erstellt. Das Ministerium hat alle Beteiligten an einen Tisch eingeladen und einen externen Moderator zur Verfügung gestellt.

Ich muss den Weg für Kompromisse aufzeigen und diese dann umsetzen. Aber Kompromisse sind nie einseitige Zugeständnisse. Da ist die Schmollecke der falsche Ort. Darum gehe ich mit der Kritik des Bauernverbandes so um, wie es meiner Rolle entspricht. Meine Tür ist und bleibt immer offen. Leitbild Landwirtschaft 2030

"Erfolge Kommunaler Klimaschutz"
Die Broschüre "Erfolge Kommunaler Klimaschutz" zum Download

MULE direkt: Seit April 2016 leiten Sie das neu zugeschnittene „Superministerium“. Sie sind dadurch auch die erste Energieministerin des Landes. In der Vorgängerregierung war die Energiepolitik im Wirtschaftsministerium angesiedelt. Hat sich dieser Zuschnitt bewährt?


Claudia Dalbert: Mehr als das. Wenn Sie die anderen Länder als Bezug nehmen, ist dieser Zuschnitt mittlerweile auch üblich. Das Energieministerium heißt in anderen Ländern auch Ministerium für Klimaschutz. Dieses ist selbstverständlich auch der Schwerpunkt unserer Arbeit – und darum ist dies wichtig, dass er im Umweltministerium seinen Platz findet.

#klimaschutzKONKRET

Umwelt- und Energiepolitik gehören zusammen. Und wir machen immer wieder deutlich was Klimaschutz ist: Wenn wir Projekte mit der Landesenergieagentur  für den konkreten Klimaschutz zur Energieeffizienz in Kommunen umsetzen, dann ist das gut für das Klima, das Leben – und den Geldbeutel.

MULE direkt: Herzlichen Dank für das Gespräch!

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Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Energie des Landes Sachsen-Anhalt

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