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Aufnahme von 25 weiteren Unternehmen in die Umweltallianz
Keller: Umweltbewusste Betriebsführung
stärkt die eigene wirtschaftliche Zukunft

18.04.2000, Magdeburg – 107

  • Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Energie

 

 

 

Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Pressemitteilung Nr.: 107/00

 

Magdeburg, den 18. April 2000

 

 

Aufnahme von 25 weiteren Unternehmen in die Umweltallianz

Keller: Umweltbewusste Betriebsführung

stärkt die eigene wirtschaftliche Zukunft

 

 

(Bitte beachten Sie die Sperrfrist bis 17.30 Uhr)

Sachsen-Anhalts Minister für Raumordnung, Landwirtschaft und Umwelt, Konrad Keller, hat heute auf einem Empfang in Magdeburg weitere 25 Unternehmen in die Umweltallianz des Landes aufgenommen. Mit dieser im Juni 1999 abgeschlossenen freiwilligen Vereinbarung zwischen der Landesregierung und der sachsen-anhaltischen Wirtschaft haben sich beide Seiten verpflichtet, mehr für den Umweltschutz zu tun, als Gesetze und Verordnungen vorschreiben. Mit dem heutigen Tag wächst die Mitgliedszahl der Umweltallianz auf 53 Unternehmen.

 

"Die heutige Aufnahme weiterer 25 Unternehmen ist wieder ein wichtiger Schritt, um die Umweltallianz mit Leben zu erfüllen", betonte Keller. Der Umweltminister nannte als Schwerpunkte für die künftige Ausgestaltung der Allianz die Erarbeitung und Umsetzung branchenspezifischer Umweltkonzepte sowie den Abschluss von konkreten Branchenvereinbarungen und die Einführung des neuen Umweltsiegels für das Handwerk. Selbstverpflichtungen der Industrie und des Handwerks für einen wirksamen Umweltschutz könnten hierbei nicht hoch genug eingeschätzt werden. "Solche positiven Ansätze, wie sie von den heute aufgenommen Unternehmen kommen, müssen Verbreitung finden. Ich denke, die Umweltallianz bietet hierfür Anreize und wird noch viele sachsen-anhaltische Unternehmer zu eigenem Handeln motivieren", hofft der Minister.

 

Die neuen Mitglieder der Umweltallianz sind überwiegend kleine und mittelständische Betriebe, einige gehören größeren Unternehmensgruppen an. Sie haben alle bereits ein Umweltmanagementsystem aufgebaut. Die Betriebe kommen aus den Branchen Entsorgungswirtschaft (10) - stark vertreten dabei die Altautoverwerter und -entsorger (7) - Metallindustrie und Maschinenbau (7), Chemische Industrie (6), Baustoffindustrie (1) und Ernährungsgewerbe (1).

 

Keller unterstrich, dass für die Unternehmen "in einem Mehr an Umweltschutz" auch eine wesentliche Chance für ihre wirtschaftliche Zukunft liege: "In vielen Bereichen sind die betrieblichen Kosten des unterlassenen Umweltschutzes höher als die Kosten für Umweltschutzmaßnahmen." Der effizientere Einsatz beispielsweise von Energie, Wasser und Rohstoffen sowie gezielte Abfallvermeidung und -rückführung im Betrieb führten zu Kostensenkungen. "Eine umweltbewusste Betriebsführung minimiert nebenbei das Risiko von Schadens- und Haftungsfällen und verbessert das Ansehen in der öffentlichkeit, beim Kunden, bei Behörden und bei Nachbarn", erklärte der Minister.

 

Die bisherige Umweltministerin Ingrid Häußler bedankte sich auf dem Empfang bei den Partnern, die sich für den Abschluss der Vereinbarung im Rahmen des Bündnisses für Arbeit, Ausbildung und Wettbewerbsfähigkeit eingesetzt haben, sowie den Akteuren, die zu den bisherigen Ergebnissen beigetragen haben, den Unternehmen, die sich der Allianz bereits angeschlossen haben und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die aktiv für den Umweltschutz in ihren Betrieben eintreten. Häußler: " Mit der Umweltallianz hat eine neue Epoche der Umweltpolitik in Sachsen-Anhalt begonnen, die darauf setzt, ökonomie und ökologie miteinander zu versöhnen und die Wirtschaft stärker in die Verantwortung einzubeziehen." Die Partner der Allianz hätten die Vereinbarkeit von Wettbewerbsfähigkeit und Umweltverträglichkeit als gemeinsame Herausforderung angesehen. "Sie haben erkannt, dass die Wirtschaft auf Dauer nur leistungsfähig bleiben kann, wenn sie ihre ökologischen Grundlagen nicht zerstört. Weitere Regularien werden indes kaum zur Senkung von Umweltbelastungen führen. Vielmehr können die Anforderungen von Umweltschutz und ökonomie auf Dauer besser im Wege eines partnerschaftlichen Dialoges erfüllt werden", zog sie Bilanz.

 

 

Hintergrund:

 

Mit der am 14. Juni 1999 geschlossenen Vereinbarung sollen die politischen Rahmenbedingungen für eine dauerhafte und umweltgerechte Wirtschaftsentwicklung in Sachsen-Anhalt verbessert werden. Die Umweltallianz erfüllt auch die Forderungen der EU, die Eingliederung von Umweltbelangen in andere Politikbereiche voranzutreiben und die Vertreter der Wirtschaft in Entscheidungsverfahren einzubeziehen. Die freiwillige und langfristig angelegte Allianz zwischen der Landesregierung und der sachsen-anhaltischen Wirtschaft soll (Zitat aus der Präambel):

 

 

zur weiteren Entlastung der Umwelt und zur Ressourcenschonung beitragen

den Wirtschaftsstandort Sachsen-Anhalt stärken

die Belastungen für die Wirtschaft reduzieren

die Eigenverantwortung der Unternehmen fördern und anerkennen

und zur Verwaltungsvereinfachung führen.

 

 

Hierzu hat sich die Landesregierung verpflichtet, im Bundesrat für die Modernisierung des Ordnungsrechtes einzutreten, den Abbau staatlicher Regulierungen in Sachsen-Anhalt voranzutreiben und Umweltschutzleistungen der Unternehmen im Rahmen von Aufsichts- und Genehmigungsverfahren anzuerkennen.

 

Im Gegenzug hat sich die Wirtschaft zu mehr Eigenverantwortung und -initiativen für einen wirksamen Umweltschutz verpflichtet; die Kammern und Wirtschaftsverbände haben erklärt, auf die kontinuierliche Steigerung des betrieblichen Umweltschutzes in Sachsen-Anhalt hinzuwirken: durch die Durchführung von öko-Audits, die Einführung von zertifizierten Umweltmanagementsystemen und eines neuen Umweltsiegels für das Handwerk.

 

Bislang liegen 74 Bewerbungen von Einzelunternehmen und Einrichtungen der Wirtschaft , die bis 2002 mit freiwilligen Maßnahmen zum Schutz der Umwelt in Sachsen-Anhalt beitragen wollen, vor. Am 17. Januar 2000 wurden die ersten 28 Unternehmen in die Umweltallianz aufgenommen. Mit dem heutigen Tag kommen 25 Unternehmen hinzu .

 

 

 

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Mail: pressestelle@min.ml.lsa-net.de

 

 

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