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Start der Sommertour von Umweltministerin Prof. Dr. Claudia Dalbert

Magdeburg. Umweltministerin Prof. Dr. Claudia Dalbert wandert ab heute entlang des Grünen Bandes. Sie trifft sowohl auf bedeutende historische Erinnerungsorte als auch auf eine einzigartige Natur. Begleitet wird sie von Persönlichkeiten aus der Region und Menschen, die sich seit Jahren für das Grüne Band einsetzen.

Historischer Ort:
Der dreieckige Grenzstein am Großen Ehrenberg, „Drei-Länder-Stein“ genannt, liegt dort, wo die Länder Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen; die Kreise Goslar (Niedersachsen), Harz (Sachsen-Anhalt) und Nordhausen (Thüringen) und die beiden Naturparks Harz Niedersachsen und Sachsen-Anhalt vom Naturpark Südharz aufeinandertreffen. Zu Zeiten der deutschen Teilung kennzeichnete der Stein die Grenzen der BRD und der DDR.

Die Grenzsteine mit der Bezeichnung „Dreieckiger Pfahl“, „Drei-Herren-Stein“ oder „Drei-Länder-Stein“ stellen kulturelle Besonderheiten dar. Sie waren früher in dem territorial zerstückelten Harz an vielen Stellen zu finden, so zum Beispiel nordöstlich von Oderbrück am Wanderweg zum Brocken. Ursprünglich markierte der Dreiländerstein jedoch andere Grenzen. Begrenzt wurden das Herzogtum Braunschweig, das Gräflich-Wernigeröder Forstgebiet und das Amt Bennecken-stein.

Einzigartige Natur:
Das Gebiet liegt im Landschaftsschutzgebiet "Harz und Vorländer" und teilweise im bzw. am Naturschutzgebiet (NSG) „Harzer Bachtäler“ im Landkreis Harz. Das NSG (ca. 450 bis 750 m ü. NN, Größe: 1301,00 ha) liegt im LSG "Harz und Vorländer". Es umfasst die Bachtäler der Warmen Bode und der Rappbode mit einer Vielzahl Nebenbäche. Hier sollen die für den Naturraum Harz charakteristischen Mittelgebirgsbäche mit ihrer artenreichen natürlichen Bachfauna und der bachbegleitenden Pflanzenbestände erhalten werden. Ebenso werden die angrenzenden Berg-wiesen mit ihrer typischen Flora und Fauna gepflegt. Hier wachsen zum Beispiel Bärwurz, Blut-wurz und das Breitblättrige Knabenkraut. Im und am Wasser zu Hause sind die Bachforelle, die Elritze oder der Eisvogel.

Wer begleitet die Ministerin heute?

  • Friedemann Schwarz, Wanderführer und Historiker des Harzklub-Zweigvereins Hohegeiß)
  • Frank Weiner, (stellv. Hauptnaturschutzwart des Harzklub e. V. / Zweigverein Benneckenstein und Leiter des Schullandheims Benneckenstein)
  • Anett Drache, Harzklub
  • Benno Schmidt („Brockenbenno“)
  • Dr. Klaus George, Regionalverband Harz e.V.

Am Dreiländereck kooperieren verschiedene Projektpartner. Die Themenroute „Historische Grenzen“ des Regionalverbandes Harz kreuzt dort den „Harzer Grenzweg“ des Harzklubs. Außerdem wurde in diesem Bereich ein multifunktionaler Erlebnisweg (Natur-und Erlebnispfad, Heilkräuter-Lehrpfad) durch das Schullandheim Benneckenstein in Kooperation mit dem Harzklub eingerichtet. Der Harzklub kümmert sich um den Harzer Grenzweg. Er hat von 2007 bis 2010 Biotopmaßnahmen am Grünen Band durchgeführt. Dabei wurden zum Beispiel im Bereich Benneckenstein künftige Bergwiesen und Nassbereiche freigestellt, um die Biotopvielfalt am Grünen Band langfristig zu erhalten.

Es wurden Informationstafeln entlang des Weges aufgestellt. Der Harzer Grenzweg wurde durch den Harzklub umfangreich mit dem Logo des Grünen Bandes ausgeschildert. Es wird auf diese Maßnahmen während der Wanderung eingegangen.

Informationen zum Grünen Band in Sachsen-Anhalt unter www.gruenesbandlsa.de.

Informationen zu den einzelnen Stationen der Sommertour 2019 unter: http://lsaurl.de/Sommertour2019