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Erfolgreicher internationaler Erfahrungsaustausch in Polen im Energiebereich

Der Klimawandel ist die größte Herausforderung der Menschheit. Die Energiewende, das heißt, die Dekarbonisierung unserer Energiesysteme, gehört damit zu den aktuell wichtigsten Aufgaben. Die Verantwortung für die Umsetzung liegt auch auf der regionalen Ebene. Jeder Einzelne, jede Ortschaft kann etwas tun, um weniger CO2 auszustoßen und klimafreundlich zu handeln.

Im Rahmen einer von Energieministerin Prof. Dr. Claudia Dalbert geführten Delegationsreise mit fast 40 Teilnehmern aus unserem Land haben die Energieagentur Ermland-Masuren GmbH und die Landesenergieagentur Sachsen-Anhalt GmbH (LENA) im Rahmen der 20. Umweltkonferenz der Wojewodschaft Ermland-Masuren am 09.05.2019 in Ryn einen Kooperationsvertrag unterzeichnet. Im Anschluss wurden vom Geschäftsführer der LENA, Herrn Marko Mühlstein, bereits umfangreiche Informationen zu den Themen Photovoltaik zur Eigennutzung, Elektromobilität und der energetischen Sanierung von Gebäuden im Zusammenhang mit dem Auszeichnungswettbewerb „Grüne Hausnummer Sachsen-Anhalt“ an den Vorsitzenden der Energieagentur Ermland Masuren, Herrn Adam Krzyskowa übergeben. Die überregionale Kooperation soll als Plattform zum Austausch von Erfahrungen und als Basis für Wissenstransfers dienen. Hierbei sollen vor allem die Steigerung der Energieeffizienz und der Einsatz von Erneuerbaren Energien im Mittelpunkt stehen.

Im Kooperationsvertrag haben die Agenturen folgende Punkte vereinbart:

  • Austausch und Förderung des Wissens über die Energieeinsparung und Senkung der Treibhausgas-Emissionen,
  • Austausch zu Bürgerbeteiligung und Bürgerenergiemodellen gestützt auf erneuerbare Energiequellen und der dezentralen Energieerzeugung
  • Austausch zur Förderung von Innovationen zur nachhaltigen Energieerzeugung
  • Wissenstransfer zu Bildungsprogrammen
  • Austausch zur Entwicklung von Partnerprojekten
  • Gemeinsamer Austausch zu lokalen, regionalen und überregionalen Förderinstrumenten der Energie- und Klimapolitik
  • Kontaktvermittlung mit regionalen Behörden, Verbänden, Stiftungen und Unternehmen
  • Informationsaustausch zu europäischen Förderinstrumenten ggfs. neue EU-weit förderfähige Projekte

Bereits heute pflegt die LENA mit Akteuren im Land Sachsen-Anhalt Kooperationen, zum Beispiel mit der Ingenieurkammer, der Verbraucherzentrale Sachsen-Anhalt oder dem Bundesverband der mittelständischen Wirtschaft. Die Kooperation mit der Energieagentur Ermland-Masuren ist die erste länderübergreifende Kooperation der LENA.

Erste konkrete Maßnahmen zwischen den einheimischen Delegationsmitgliedern und den circa 100 polnischen Konferenzteilnehmern wurden bereits vor Ort beschlossen. So sollen die beiden Partnerkommunen Wydminy und Arendsee im Rahmen ihrer regelmäßigen Treffen beim Ausbau der erneuerbaren Energien unterstützt werden. Gleiches gilt für die beiden Partner-Naturparke Welski und Drömling bei der noch stärkeren Integration des Themas Energie- und Ressourceneffizienz in ihre naturschutzfachliche Arbeit.

Weitere Hilfe in dieser Richtung kann auch der Naturpark Dübener Heide bieten, weil im Rahmen des dortigen LEADER-Konzeptes dieses Thema ebenfalls eine bedeutende Rolle spielt und der Naturpark im Herbst dieses Jahres ebenfalls eine Partnerschaft mit einem weiteren Naturpark in Ermland-Masuren aufbauen wird.