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Ministerin Dalbert für mehr Tierwohl

Landwirtschaftsministerin zieht Bilanz der Herbst-AMK

Bad Sassendorf/Magdeburg. Heute tagten die Agrarministerinnen und
Agrarminister der Länder in Bad Sassendorf in Nordrhein-Westfalen. Zu ausgewählten Themen äußert sich Sachsen-Anhalts Landwirtschaftsministerin Prof. Dr. Claudia Dalbert wie folgt:

Verbot der Ferkelkastration
„In der bundesweiten Diskussion rund um eine Verlängerung der Ausnahmeregeln für die Ferkelkastration vertritt Sachsen-Anhalt einen ganz klaren Standpunkt. Das Tierschutzgesetz verbietet es, Tieren unnötig Schmerzen zuzufügen. Also muss die betäubungslose Ferkelkastration ein Ende haben. Dass das so kommt, weiß die Branche seit langem. Es war genügend Zeit, sich darauf einzustellen. Auch die Verbraucherinnen und Verbraucher wollen Fleisch aus tierwohlgerechter Haltung. Die Signale aus den Lebensmitteleinzelhandel sind eindeutig: Schmerzfreie Ferkelkastration wird zur Bedingung werden.“

Kastenstand in der Sauenhaltung
„Auch auf Initiative von Sachsen-Anhalt haben wir Länderministerinnen und
–minister den Bund aufgefordert, bis Ende des Jahres handeln und die Tierschutznutztierhaltungsverordnung so anzupassen, dass die Sauenställe rechtskonform werden. Unsere Landwirtinnen und Landwirte brauchen endlich Rechts- und Planungssicherheit, um in den Stall der Zukunft investieren zu können.“

Tierhaltungskennzeichnung/Staatliches Tierwohllabel
„Wir brauchen in Deutschland dringend eine transparente Kennzeichnung von Fleisch. Verbraucherinnen und Verbraucher müssen auf einen Blick erkennen können, wie das Tier gehalten wurde, dessen Fleisch und Wurst auf ihren Tellern landet. Die AMK hat beschlossen, dass Fleisch aus ökologischer Erzeugung eine eigene Kategorie erhält – analog zur Kennzeichnung beim Ei. Jetzt ist der Bund am Zug. Er muss endlich einen Vorschlag für verständliche und transparente Verbraucherinformation machen.“

Externe Risikovorsorge in der Landwirtschaft
„Auf Antrag Sachsen-Anhalts hatte die AMK im Herbst 2017 den Bund aufgefordert, den Bericht über das Risiko- und Krisenmanagement zu überarbeiten und zu ergänzen. Dieser Bericht wurde nun den Ländern vorgelegt. Dies ist eine erste Grundlagenanalyse. Der Dürre-Sommer hat uns gezeigt: Unsere landwirtschaftlichen Betriebe brauchen eine wirksame Risikovorsorge. Wir haben den Bund aufgefordert, eine vergleichende Studie zu den Risikovorsorgeinstrumenten vorzulegen.“