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Wanderung entlang des Auenpfades in Aken/Elbe

Am vergangenen Samstag wanderten Umweltministerin Prof. Dr. Claudia Dalbert und Akens Bürgermeister Jan-Hendrik Bahn sowie der Leiter der Biosphärenreservatsverwaltung Mittelelbe Guido Puhlmann entlang des Auenpfades in Aken an der Elbe.

Im Blickpunkt standen unter anderem die Entschlammung des Bürgersees, ein Projekt der Hochwasserschadensbeseitigung  sowie die Umsetzung der Hochwasserschutzmaßnahmen entlang des Auenpfades und ein nachhaltiges Beweidungsprojekt, das ein ortsansässiger Schäfer in diesem Bereich durchführt und mit Mitteln aus dem Artensofortprogramm des Landes gefördert wird.

Für seine spezielle Schafrasse ist der Dünenrücken die Weidefläche. Der sandige Dünenrücken ist ein trockener Lebensraum für bestimmte Tier- und Pflanzenarten, die auf nährstoffarmen Boden spezialisiert sind. Um die dort vorkommenden Arten zu schützen, wurde im Rahmen des Artensofortprogramms das Beweidungsprojekt initiiert, welches extensive landwirtschaftliche Nutzung der Düne mit weiteren konkreten und arbeitsintensiven Artenschutzmaßnahmen verzahnt.

Hintergrund: 
Der Binnendünenzug verläuft als charakteristisches Landschaftselement der Flusstalaue zwischen Großkühnau und Aken und liegt im Gebiet des Biosphärenreservates Mittelelbe. Die Biosphärenreservatsverwaltung ist die naturschutzfachlich begleitende Dienststelle für die Verbindung von Maßnahmen des Lebensraum- und Artenschutzes mit gedeihlicher Regionalentwicklung, nachhaltigen Bewirtschaftungsformen und aufbauender Kooperation. Dafür steht das Mensch-und-Biosphäre-Programm der UNESCO von 1971, welches seither - und mehrfach an veränderte Bedingungen angepasst – Leitlinie in der Arbeit der Biosphärenreservatsverwaltung ist.

Trotz großer Artenschutzanstrengungen der vergangenen Jahre ist ein Rückgang der biologischen Vielfalt in den Kulturlandschaften weiterhin bemerkbar und beträchtlich. Mit der Artensofortförderung des Landes Sachsen-Anhalt von 2019 wurden/werden unmittelbar einsetzbare, daher zügig wirksame Maßnahmen gefördert. Die zahlreichen Projekte zielen darauf ab, schützenswerte, kleinteilige Landschaftsstrukturen und Biotope zu aufzuwerten bzw. Standorte seltener oder gefährdeter Arten in der Kulturlandschaft zu erhalten und besonders zu schützen. Mit dem beispielhaften Beweidungsprojekt des Kührener Schäfers kommt ein in der Elbaue gelegener und dennoch trockener Lebensraumtyp in den Blickpunkt, dessen nährstoff- und vegetationsarme Eigenschaft Lebensgrundlage für etliche Tier- und Pflanzenarten ist. Zudem hält die extensive Beweidung mit einer besonderen Schafrasse (Pommersches Landschaf) den Dünenrücken offen, das heißt einer unerwünschten Verbuschung wird mithilfe der arttypischen Lebensweise der Schafherde entgegengewirkt. Dies sichert die Lebensraumbedingungen der Insekten- und Pflanzenarten.

Mehr Informationen zur Artensofortförderung