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Treffen auf Staatssekretärs-Ebene in Niedersachsen zum Thema Grünes Band

Im Rahmen einer gemeinsamen Veranstaltung zum „Grünen Band“  trafen sich die Umweltstaatssekretäre Klaus Rehda aus Sachsen-Anhalt und Frank Doods aus Niedersachsen in Helmstedt und informierten die Gäste über die Planungen auf sachsen-anhaltinischer Seite und laufende Aktivitäten in Niedersachsen.

In den Grußworten bekräftigten beide Staatssekretäre die Bedeutung des Grünen Bandes hinsichtlich der naturschutzfachlichen und kulturhistorischen Aspekte. Staatssekretär Klaus Rehda aus dem Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Energie Sachsen-Anhalt sagte: "Das Grüne Band als Nationales Naturmonument ist eine einmalige Möglichkeit, die wertvollen und erhaltenswerten Aspekte sowohl der Erinnerungskultur als auch des Naturschutzes zu nutzen und auf dieser Basis ein Schutzgebiet zu schaffen, welches für die Menschen beiderseitig der ehemaligen Grenze heute eine neue Verbindung darstellen kann.“

Sowohl Sachsen-Anhalt als auch Niedersachsen betonen die Bedeutung der länderübergreifenden Zusammenarbeit. Allein aus naturschutzfachlicher Sicht ist eine Berücksichtigung der jeweils angrenzenden Landschafträume unerlässlich. Eine entsprechende Zusammenarbeit erfolgt bereits in den Großschutzgebieten Nationalpark Harz und dem Naturpark Drömling und sollte auch in den anderen Bereichen ausgebaut werden.

Niedersachsen ist das größte Anrainerbundesland zum Grünen Band. In diesem Zusammenhang hat das Bundesland bereits eine umfassende Fachkonzeption zur Entwicklung des Grünen Bandes erarbeitet, insbesondere in Bezug auf den überörtlichen Biotopverbund, da auch auf niedersächsischer Seite durch die „Zonenrandlage“ sich großräumig naturschutzfachlich wertvolle Bereiche entwickeln konnten, auf Grund der vergleichsweise geringen Nutzungsintensität.

Beide Bundesländer einigten sich auf eine intensivere Zusammenarbeit sowohl bei der Sammlung geschichtlich bedeutsamer Fakten und Objekte als auch bei der naturschutzfachlichen Konzeption. Auch die touristische Entwicklung wird beiderseits der Grenze aufeinander abgestimmt werden.

Herr Boßmann vom Bildungsministerium Sachsen-Anhalt lobte das Engagement des Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft und Energie die kulturhistorischen Aspekte bei der Ausweisung zu berücksichtigen und bekräftigte eine Unterstützung für diese Bereiche.

Hervorgehoben wurden die umfangreichen und langjährigen Projekte des BUND, durch welche auch schon der Dialog über die Landesgrenzen hinweg angestoßen wurde.