„Pflegender Balsam für Natur und Artenreichtum“

Stengelloser Tragant

Auf ihrer Sommertour unter dem Motto „sofort ist sofort“ hat sich Umweltministerin Prof. Dr. Claudia Dalbert heute zahlreiche Projekte des Umweltsofortprogramms im Burgenlandkreis, speziell im Geo-Naturpark Saale-Unstrut-Triasland angeschaut.

„Entbuschung, Entlandung, Rückschnitt – was gefährlich klingt ist pflegender Balsam für Natur und Artenreichtum. Die Pflege der Trockenrasen, der kleineren Tümpel und der Kopfweiden im Geo-Naturpark mithilfe des Umweltsofortprogramms hat natürliche Lebensräume für heimische Arten wie den sehr seltenen Stengellosen Traganten, Sonnenröschen und zahlreiche Käfer, Schmetterlinge und Wildbienen wieder hergestellt. Ich danke den Verantwortlichen für ihr Engagement“, sagte die Ministerin am Donnerstag bei ihrer mehrstündigen Exkursion durch den Naturpark.


Hintergrund:
Unter www.sofortistsofort.de finden Sie alle Informationen rund um das Umweltsofortprogramm. In unserer Broschüre „Umweltsofortprogramm“ finden Sie Bilder und Daten der einzelnen 139 Projekte.

Bilder des heutigen Sommertourtages stellen wir auf Anfrage bereit.

Auf der Homepage des Ministeriums gibt es mehr Informationen zu den Stationen der Sommertour. Videos gibt es bei YouTube. Live-Videos gibt es täglich bei Facebook.

Unter dem Hashtag #sofortistsofort können Sie bei Instagram, Twitter und Facebook viele Eindrücke und Bilder von Maßnahmen des Umweltsofortprogramms finden.

Entbuschung, Entlandung, Rückschnitt – die Pflegemaßnahmen im Einzelnen:

Verjüngungsschnitte Kirsch-Streuobstwiese östlich von Wendelstein (Projekt Nr. 052)
Die Projektfläche umfasst ungefähr 7,3 ha und ca. 450 Bäume unterschiedlichster Kirschsorten.
Streuobstwiesen sind als stark gefährdeter Lebensraumtyp Teil der Roten Liste der gefährdeten Biotoptypen Deutschlands und gesetzlich geschützt.
Im Sinne der Erhaltung von Altbäumen mit hohem Biotopwert können fachgerechte Verjüngungsschnitte auch nach lange ausgesetzter Pflege positive Auswirkungen auf die Lebensdauer der Bäume zeigen. Weiterhin sind Erziehungsschnitte an Jungbäumen erfolgt. Abgestorbene Bäume sind mittels einer Neupflanzung ersetzt, um der Überalterung der Obstwiese entgegenzutreten. Es profitieren folgende Arten: Zahlreiche Schmetterlings-, Wildbienen- und Spinnenarten, Ameisen und Hautflügler, Rauhautfledermaus, Bartfledermaus, Siebenschläfer, Gartenschläfer. Kosten der Maßnahme: 35.107 Euro.

Entbuschung der Halbtrockenrasen im FFH-Gebiet „Kuhberg bei Gröst“ (Projekt Nr. 056)
Um Trockenrasen und Pionierfluren als Habitat wertgebender Arten zu erhalten sind punktuelle Gehölzentnahmen und die Beseitigung der flächigen Verbuschung durchgeführt. Nach der Entbuschung erfolgt eine Wiedereinrichtende Pflegemahd der Flächen. Es profitieren Helmknabenkraut, Purpurknabenkraut, Deutscher Kranzenzian. Kosten der Maaßnahme: 47.357 Euro.

Pflege von Trockenlebensräumen im FFH-Gebiet „Schmoner Busch, Spielberger Hänge und Elsloch“, Entbuschung und Beweidungseinrichtung (Projekt Nr. 050)
Um Trockenrasen und Pionierfluren als Habitat wertgebender Arten zu erhalten sind punktuelle Gehölzentnahmen und die Beseitigung der flächigen Verbuschung auf beiden Flächen durchgeführt. Dadurch wurde der Trockenrasen als Habitat seltener Arten erhalten. Es profitieren Stengelloser Tragant, Dänischer Tragant, Graue Skabiose, Haar-Pfriemengras, Pferde-Sesel. Kosten der Maßnahme: 41.357 Euro.

Entbuschung und Beweidungseinrichtung Vitzenburg (Projekt Nr. 049)
Die Projektflächen von ca. 2 Hektar Größe sind Teil eines nach Süden abfallenden Steilhanges unterhalb der Schloss- und Parkanlage „Vitzenburg“. Um Trockenrasen und Pionierfluren als Habitat wertgebender Arten zu erhalten, ist eine Entnahme der Schwarzkiefern und Beseitigung der flächigen Verbuschung erfolgt. Weiterhin wurden Neophyten und auch Müllablagerungen entfernt. Die Beweidung bis in die Rand-und Saumbereiche des Projektareals verhindert die Ausbreitung angrenzender Gebüsche in die Fläche durch gezielten Verbiss. Die Freistellung von Schneisen ermöglicht eine Einzäunung für die spätere Beweidung.

 

 

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Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Energie des Landes Sachsen-Anhalt

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