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Coronavirus: Hilfen für landwirtschaftliche Unternehmen

 Aktuell stehen für die landwirtschaftlichen Unternehmen, die infolge der Coronakrise durch geringere Erlöse und steigende Kosten in Liquiditätsschwierigkeiten geraten, folgende Hilfsmaßnahmen zur Verfügung:

  1. Stundung von Steuern (Informationen hierzu unter https://mf.sachsen-anhalt.de/ministerium-der-finanzen/ )
  2. Stundung von Sozialversicherungsbeiträgen
  3. Stundung von Pachtzahlungen (Anträge an den Verpächter wie z.B. die BVVG, die Landgesellschaft, die Kirchen)
  4. Darlehen zur Liquiditätssicherung der Landwirtschaftlichen Rentenbank
    Betroffene Unternehmen können Darlehen aus dem Programm „Liquiditätssicherung“ in Anspruch nehmen, wenn sie ihrer Hausbank mitteilen, inwiefern der Liquiditätsbedarf durch die Corona-Krise ausgelöst wurde. Die Rentenbank bietet die Liquiditätssicherungsdarlehen zu günstigen Konditionen an. Die Ratendarlehen haben eine Laufzeit von vier, sechs oder zehn Jahren. Beim zehnjährigen Darlehen ist eine Zinsbindung von fünf oder zehn Jahren wählbar. Die Darlehen sind mit einem Tilgungsfreijahr und einem einmaligen Förderzuschuss ausgestattet, der aktuell 1,50 % der Darlehenssumme beträgt. Der effektive Zinssatz beträgt in der günstigsten Preisklasse zurzeit 1,00%. Die Kreditanträge sind über die Hausbank an die Rentenbank zu richten. Weitere Informationen zum Liquiditätssicherungsprogramm der Rentenbank  finden sie unter https://www.rentenbank.de/.
  5. Bürgschaftsregelung des Landes „Land und Forst“ 
    Bürgschaften werden übernommen für:
    a.       Kredite zur Finanzierung von Investitionen,
    b.      für Umschuldungen und Anschlussfinanzierungen sowie
    c.       für Betriebsmitteldarlehen.
    Eine Kopplung der Bürgschaft mit den Produkten der Landwirtschaftlichen Rentenbank ist ausdrücklich erwünscht. Der Antrag ist über die Hausbank an die Investitionsbank Sachsen-Anhalt zu stellen (https://www.ib-sachsen-anhalt.de/unternehmen/kultivieren/ib-land-forst )
  6. Stundung von Kapitaldienst (Antrag bei der jeweiligen Hausbank bzw. beim Kreditgeber)
  7. Ankauf Flächen durch die Landgesellschaft Sachsen-Anhalt mbH
    Die Landgesellschaft erwirbt die landwirtschaftlichen Flächen und die Unternehmen erhalten die Flächen in Pacht i.d.R. für 6 Jahre zurück. Danach können die Flächen zurück erworben werden.
  8. Inanspruchnahme einer sozioökonomischen Beratung (https://llg.sachsen-anhalt.de/themen/betriebswirtschaft/sozio-oekonomische-beratung/ )


 
Ferner hat die Bundesregierung am 23.03. folgenden Punkte beschlossen:

  • Land- und Ernährungswirtschaft werden als systemrelevante Infrastruktur anerkannt
  • Ausweitung der ‚70-Tage-Regelung‘: Saisonarbeitskräfte, dürfen bis zum 31. Oktober eine kurzfristige Beschäftigung für bis zu 115 Tage sozialversicherungsfrei ausüben.
  • Arbeitnehmerüberlassung
  • Erleichterungen bei der Anrechnung von Einkommen aus Nebentätigkeiten für Bezieher von Kurzarbeitergeld
  • Arbeitszeitflexibilisierung
  • Kündigungsschutz: Landwirten, die aufgrund der Corona-Krise Schwierigkeiten haben, ihre Pacht zu bedienen, darf bis zum 30. Juni nicht einseitig gekündigt werden


Weitere Informationen finden Sie hier: https://www.bmel.de/DE/Ministerium/_Texte/corona-virus-faq-fragen-antworten.html
 
 
Sollten weiter Hilfsmaßnahmen erforderliche werden, setzen wir uns für eine koordinierte und bundesweit einheitliche Vorgehensweise unter finanzieller Beteiligung des Bundes ein.

 

Weitere Informationen zum Thema finden Sie hier.

Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Energie des Landes Sachsen-Anhalt
Leipziger Straße 58
39112 Magdeburg

Telefon: +49 391 567- 01
E-Mail: Poststelle(at)mule.sachsen-anhalt.de