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Dalbert: „Wir müssen das Artensterben stoppen“

Magdeburg. In der heutigen Aktuellen Debatte im Landtag von Sachsen-Anhalt zum Thema „Natura 2000-Gebiete im Land Sachsen-Anhalt“ sagte Umweltministerin Prof. Dr. Claudia Dalbert: Umweltschutz ist Lebensschutz

Magdeburg. In der heutigen Aktuellen Debatte im Landtag von Sachsen-Anhalt zum Thema „Natura 2000-Gebiete im Land Sachsen-Anhalt“ sagte Umweltministerin Prof. Dr. Claudia Dalbert:

Umweltschutz ist Lebensschutz

„Natur- und Umweltschutz ist Lebensschutz. Wir Menschen leben von der Natur, deswegen müssen wir sie erhalten. Für mich ist dies vor allem eine Frage der Gerechtigkeit, der Generationengerechtigkeit. Wir alle tragen die Verantwortung dafür, dass wir unseren Enkelkindern eine lebenswerte und intakte Umwelt hinterlassen, dass wir hier und jetzt in Sachsen-Anhalt für eine intakte Natur und für eine lebenswerte Umwelt sorgen.“

Das Artensterben stoppen

Dalbert: „Das massive Artensterben ist eine der großen Herausforderungen unserer Zeit. Das Artensterben zeigt an, dass wir systematisch unsere Lebensgrundlagen vernichten. Wir müssen das Artensterben stoppen. Wissenschaftler schätzen, dass täglich bis zu 150 Pflanzen- und Tierarten aussterben. Mindestens 1.293 Arten gelten für das Bundesland Sachsen-Anhalt als ausgestorben oder verschollen. Es ist unsere gemeinsame Aufgabe den Verlust von Lebensräumen aufzuhalten und unsere Landnutzung so anzupassen, dass die heimische Artenvielfalt erhalten bleibt. Die Vielzahl der Arten, sauberes Wasser, saubere Luft und gesunde Böden sind unsere Lebensgrundlage. Wir dürfen sie nicht weiter zerstören.“

Schutzgebietsnetz NATURA2000 als Weg zum Ziel die biologische Vielfalt zu bewahren

„Ein zentrales Instrument sowohl auf europäischer als auch auf nationaler Ebene zur Erhaltung der Funktionsfähigkeit unserer Ökosysteme, der biologischen Vielfalt sowie zur Bewahrung der historisch gewachsenen Kulturlandschaften ist das zusammenhängende Netz von Schutzgebieten. Dieses Netz hat die Europäische Kommission unter dem Namen „Natura 2000“ ins Leben gerufen. Zu dessen Einrichtung und Entwicklung sind die Mitgliedsstaaten verpflichtet.“


Was macht Sachsen-Anhalt?

„Für das Land Sachsen-Anhalt besteht die vordringliche Aufgabe derzeit in der nationalrechtlichen Sicherung von 266 FFH-Gebieten sowie 32 Vogelschutzgebieten mit einer Gesamtfläche von etwa 232.000 Hektar. Das entspricht etwa 11 Prozent der Landesfläche.“

Details zur Umsetzung der Verordnung und die Auswirkungen

„Bei den durch die Landesverordnung Natura 2000 aufgestellten Regelungen handelt es sich nicht, wie häufig angenommen, um entschädigungspflichtige Enteignungen sondern um Inhalts- und Schrankenbestimmungen des Eigentums gemäß Artikel 14 Absatz 1 Satz 2 Grundgesetz.“

„Bereits im vierten Quartal 2014 startete das Landesverwaltungsamt ein breit angelegtes Vorverfahren mit dem Ziel, alle Nutzergruppen vorfristig in das Verfahren einzubeziehen und geplante Inhalte zu vermitteln und abzustimmen.“

„Die unteren Naturschutzbehörden und Großschutzgebietsverwaltungen wurden darüber hinaus im Rahmen schriftlicher Stellungnahmen an der Entwurfs- und Kartenerarbeitung beteiligt. Die Abstimmung der landwirtschaftlichen Bestimmungen begann bereits 2013 und erfolgte sowohl mit den Landwirtschaftsbehörden als auch mit den berufsständischen Vertretungen.“

„Der im Ergebnis des Vorverfahrens erstellte Verordnungsentwurf lag im Rahmen des förmlichen Beteiligungsverfahrens im Zeitraum vom 4. Oktober bis zum 4. Dezember 2017 in den betroffenen Städten, Einheits- und Verbandsgemeinden sowie im Landesverwaltungsamt öffentlich aus.“

„Im Landesverwaltungsamt sind etwa 3500 Stellungnahmen eingegangen, die jetzt bewertet und abgewogen werden. Zum jetzigen Zeitpunkt sind nahezu alle Stellungnahmen in einer Datenbank erfasst. Der Prozess der Gliederung der Stellungnahmen ist ca. zu dreiviertel abgeschlossen.“

Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft
und Energie des Landes Sachsen-Anhalt

Leipziger Straße 58
39112 Magdeburg

Telefon: +49 391 567- 1950
E-Mail: pr@mule.sachsen-anhalt.de