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„Heimatgespräche“: Ministerin Dalbert besuchte Altmarkkreis Salzwedel

Besichtigung von Projekten der Artensofortförderung und Rundgang durch Quarnebeck

Unter dem Motto „Heimat - mehr als ein Gefühl“ ist Landwirtschaftsministerin Prof. Dr. Claudia Dalbert am Mittwoch den ganzen Tag lang im Altmarkkreis Salzwedel unterwegs gewesen. Neben einen Besuch der neuen Ökofachschule Salzwedel besichtigte sie mehrere umgesetzte Projekte des Umweltsofortprogramms und der Artensofortförderung des Landes Sachsen-Anhalt, die im Aufgabenbereich des Unterhaltungsverbandes „Jeetze“ liegen. Am Nachmittag war die Ministerin zu Gast in Quarnebeck – ein Dorf, das mit der Silbermedaille im Bundeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ ausgezeichnet wurde.

Erste Station: Die Ökofachschule an der Berufsbildenden Schule Salzwedel
Landwirtschaftsministerin Dalbert nahm an der feierlichen Zeugnisübergabe an der Ökofachschule in Salzwedel teil und hielt ein Grußwort.

Zum Schuljahr 2019/2020 startete an der Berufsbildenden Schule Salzwedel erstmalig der Fachschulbildungsgang Agrarwirtschaft, Fachrichtung Landwirtschaft, mit dem Schwerpunkt ökologischer Landbau in Sachsen-Anhalt. Der Ausbildungsgang umfasst eine Klasse und gliedert sich in zwei Stufen. Die Ausbildung dauert sowohl in Stufe I als auch in Stufe II ein Jahr. Stufe I schließt mit dem Abschluss als Staatlich geprüfter Wirtschafter/ Staatlich geprüfte Wirtschafterin, Schwerpunkt Ökologischer Landbau, ab. In Stufe II kann der Abschluss als Staatlich geprüfter Agrarbetriebswirt/ Staatlich geprüfte Agrarbetriebswirtin erworben werden.

Nun ist das erste Jahr absolviert und Landwirtschaftsministerin Dalbert ließ es sich im Rahmen der feierlichen Zeugnisübergabe nicht nehmen, den Absolvent*innen des ersten Jahrgangs der Ökofachschule ein paar Worte zum Abschluss mit auf den Weg zu geben. Dalbert: „Sie übernehmen Verantwortung im ländlichen Raum. Lebensmittel aus der Region, ökologisch hergestellt - das ist ein Zukunftsmarkt.“

Zweite Station: Besichtigung verschiedener Projekte
Auf der zweiten Station besichtigte Ministerin Dalbert gemeinsam mit Herrn Heinecke vom Unterhaltungsverband Jeetze mehrere umgesetzte Projekte des Umweltsofortprogramms und der Artensofortförderung des Landes Sachsen-Anhalt, die im Aufgabenbereich des Unterhaltungsverbandes „Jeetze“ liegen. Mittels der beiden Förderprogramme konnten und können viele kleine Projekte des Naturschutzes und der Gewässerunterhaltung überall im Land umgesetzt werden. Wo die Menschen schon lange darauf gewartet haben. Beispiele: Kopfweidenpflege, Renaturierung von Teichen, Sohlgleiten in kleineren Gewässern. Herr Heinecke vom Unterhaltungsverband Jeetze: „ Naturschutz und Gewässerunterhaltung - das passt hervorragend zusammen. Mit Mitteln der Artensofortförderung des Landes und des Umweltsofortprogramms wurden viele Maßnahmen zum Erhalt wertvoller Biotope umgesetzt.

Vor Ort wurden unter anderem angeschaut
Chüttlitz: Gewässer mit Vorkommen der Helm- und Vogelazurjungfer; Besichtigung Brietzer Teiche
Die Helm- und Vogelazurjungfern sind seltene Libellenarten, die an der Jeetze heimisch sind. Für diese Libellenarten ist es am besten, wenn keine Bäume am Gewässer stehen. Ende Mai/Anfang Juni findet man sie hier an den Gräben bei Chüttlitz.

Wistedt an der Dumme: Laichstrecke
In der Dumme leben zahlreiche Fische, unter anderem die Bachforelle. Mit der Artensofortförderung konnten Laichstrecken in der Dumme angelegt werden.

Dambeck: Kopfweidenpflege
Im Rahmen des Umweltsofortprogramms wurden Kopfweiden in Dambeck der Pflege unterzogen. An Kopfweiden finden andere Pflanzen und vor allem sehr viele Tiere vielfältige Lebensmöglichkeiten. Zu den Bewohnern zählen allein über 100 Käferarten, wie zum Beispiel der Moschusbock. Die für Kopfweiden typischen Höhlungen bieten zu dem Nistplätze für geschützte Vogelarten, wie etwa Steinkauz, Gartenrotschwanz oder Grauschnäpper. Epiphyten wie Moose, Algen und Flechten leben im Kronen- und Stammbereich an der Rinde der Bäume.

Dritte Station: Besuch des Dorfes Quarnebeck
Am Nachmittag war Ministerin Dalbert schließlich zu Gast in Quarnebeck – ein Dorf, das mit der Silbermedaille im Bundeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ ausgezeichnet wurde. Auf einem Rundgang durch das Dorf gemeinsam mit Bürgermeister Marco Wille gab es vieles zu entdecken. So z.B. W-LAN an der Bushaltestelle, Bienenweide, Geburtenwiese, Ecken zum Ausruhen und zum Treffen und eine Orgel, saniert mit EU-Leader-Mitteln.

Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft
und Energie des Landes Sachsen-Anhalt

Leipziger Straße 58
39112 Magdeburg

Telefon: +49 391 567- 1950
E-Mail: pr@mule.sachsen-anhalt.de