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Ministerin Claudia Dalbert eröffnet neue Ausstellung im Informationszentrum Auenhaus

Texttafel und Touchscreen – Modelle und interaktive Präsentationen werden zeitgemäßen Ansprüchen an nachhaltige Bildung gerecht - Motto: "Alles was uns lieb ist, hängt am Wasser"

Oranienbaum-Wörlitz: Umweltministerin Prof. Dr. Claudia Dalbert eröffnete heute eine neue ständige Ausstellung zum Biosphärenreservat Mittelelbe. Schauplatz der komplett neu gestalteten Präsentation ist das Informations- und Besucherzentrum Auenhaus vor den Toren Oranienbaums. Sie ersetzt die bisherige Ausstellung, die nach 20 Jahren und vielen tausend Besucherinnen und Besuchern damit eine didaktische und inhaltliche Erneuerung erhalten hat. Das Biosphärenreservat Mittelelbe präsentiert sich jetzt interaktiver, farbiger, übersichtlicher, ergänzt durch lebensecht wirkende Naturnachbildungen. Das Projekt wurde finanziert mit Fördermitteln aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes (ELER) und Mitteln des Landes Sachsen-Anhalt in Höhe von 300.000 Euro.

Umweltministerin Prof. Dr. Claudia Dalbert sagte zur Eröffnung: "'Alles, was uns lieb ist, hängt am Wasser'. Dieser Ausspruch fasst die Elemente der Natur und damit die Elemente der Ausstellung perfekt zusammen. Ich bin sehr beeindruckt. Natur erleben und verstehen - so geht Bildung für nachhaltige Entwicklung heute. Die neue Ausstellung präsentiert sich sehr spannend und abwechslungsreich. Ob klein, ob groß, ob Radfahrer oder Naturfreundin - für jeden ist etwas dabei. Die Ausstellung wird jede Menge interessierte Gäste anlocken, die das älteste Biosphärenreservat Deutschlands und seine grandiose und gleichzeitig so gefährdete Flusslandschaft kennen lernen wollen. Ich danke all jenen herzlich, die viel Energie und Zeit investiert haben, damit die neue Ausstellung im Auenhaus ein Besucherinnenmagnet wird."

Die vielfältigen Lebensräume der Flussaue, ihre typischen Bewohner, ihr sensibles Gleichgewicht, das Thema Hochwasser und der maßgebende Aspekt der menschlichen Nutzung im Biosphärenreservat finden sich in attraktiver Form- und Farbgestaltung wieder.

Zusammenhänge, die in der Natur oft verborgen sind, werden erhellt durch Funktionsmodelle und Bildschirmpräsentationen, unterhaltsam und wissenswert für alle Zielgruppen und Altersstufen. Die neue Ausstellung vermittelt so auf zeitgemäße Weise das Schutzgebiet, seine Besonderheiten und seine Bedeutung als Modellregion für nachhaltiges Wirtschaften und gesellschaftliche Entwicklung. Wer möchte, kann stets auf integrierten Bildschirmen viele weiter ins Detail gehende Informationen erhalten, mit den Naturereignissen experimentieren.

Naturinteressierte können die neue Ausstellung ab kommenden Montag, 19.04.2021, nach vorheriger Terminbuchung besuchen. Es werden Zeitfenster im Stundentakt zwischen 10:00 und 17:00 Uhr (für Wochentage); sowie zwischen 11:00 und 17:00 Uhr (für Wochenend- und Feiertage) vergeben. Ihren Termin für die Ausstellung buchen Sie unter Tel.: +49 3 49 04 40610 (Mo.- Fr. 9.00-12.00 Uhr) oder per E-Mail unter: auenhaus(at)mittelelbe.mule.sachsen-anhalt.de
Das Tragen eines medizinischen Mund-Nasen-Schutzes sowie die Angabe der Daten zur Kontaktnachverfolgung beim Besuch der Ausstellung sind verpflichtend. Weitere Informationen finden Sie unter www.mittelelbe.com.

Auf farbenfrohen und bilderstarken Bild/Texttafeln werden Naturreichtum, Schönheit und Besonderheit der Auenlandschaften präsentiert, beispielhaft angeführt von typischen tierischen Bewohnern der jeweiligen nassen, feuchten oder trockenen Lebensräume. Unter freiem Himmel in Front des Auenhauses, befindet sich ein weiterer bedeutsamer Ausstellungsteil. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Biosphärenreservatsverwaltung Mittelelbe haben hier am Wegesrand eine Binnendüne erbaut, typischer trockener Lebensraum der Elbauenlandschaft. Prominente Bewohnerin der Binnendüne ist die in Deutschland seltene Sand-Silberscharte, die hier angesät wurde und schon zu sehen ist.

Hintergrund

Das Biosphärenreservat Mittelelbe ist seit über 40 Jahren Modellregion im weltweiten Netz der UNESCO-Biosphärenreservate. Grundlegend für ein Schutz- und Forschungsgebiet von internationaler Bedeutung ist die Akzeptanz der Ziele und Aufgaben in der Öffentlichkeit sowie der Umweltbildungsauftrag. Nach nunmehr 20 Jahren Tierstimmenbox, Tafel und Terrarium war es Zeit für eine neue Schau, die wieder abertausende Gäste aus nah und fern ins Gebiet und ins Auenhaus locken wird. Ein zentrales Anliegen der Erlebnisausstellung ist es, für das europaweite Natura-2000-System und die Wichtigkeit der biologischen Vielfalt zu sensibilisieren. Die neue ständige Ausstellung hat insgesamt rund 300.000 Euro gekostet. Die Förderantrag bearbeitende Behörde, Landesverwaltungsamt Halle, Referat 407 (Naturschutz, Landschaftspflege, Bildung für nachhaltige Entwicklung) hat am pünktlichen und effizienten Einsatz der Fördergelder beträchtlichen Anteil. Für die methodische und gestalterische Umsetzung wurde per Ausschreibung Ö-Konzept Halle, Agentur für integrierte Kommunikation beauftragt. Die Corona-Pandemie mit verordneten Verboten für Ausstellungsbetrieb und Veranstaltungen hatte die Eröffnung von Dezember 2020 auf April 2021 verzögert. Sie fand, noch immer coronabedingt, im sehr kleinen Personenkreis statt mit dem Wittenberger Landrat Jürgen Dannenberg und dem Oranienbaum-Wörlitzer Bürgermeister Maik Strömer als Eröffnungsgäste.

Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft
und Energie des Landes Sachsen-Anhalt

Leipziger Straße 58
39112 Magdeburg

Telefon: +49 391 567- 1950
E-Mail: pr@mule.sachsen-anhalt.de