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Tierschutz bei der Schlachtung oder Tötung von Tieren

Seit 2013 sind für alle EU-Mitgliedsstaaten die Vorschriften der Verordnung (EG) Nr. 1099/2009 über den Schutz von Tieren zum Zeitpunkt der Tötung unmittelbar anzuwenden. Die Verordnung benennt die zugelassenen Verfahren und speziellen Anforderungen zur Betäubung verschiedener Tierarten (mechanische und elektrische Verfahren, Gasbetäubung) sowie die zulässigen Verfahren zur Tötung (durch Blutentzug). Die ordnungsgemäße Betäubung hat der Schlachthofbetreiber eigenverantwortlich sicherzustellen.

In allen Bereichen, von der Handhabung und Pflege bis zur Ruhigstellung, Betäubung und Entblutung der Tiere, dürfen nur Personen tätig werden, die über eine Sachkundebescheinigung verfügen. Voraussetzung für diese Bescheinigung ist eine Sachkundeschulung und -prüfung.

Handbuch Tierschutzüberwachung bei der Schlachtung und Tötung

Das Handbuch Tierschutzüberwachung bei der Schlachtung und Tötung der Arbeitsgruppe Tierschutz der Länderarbeitsgemeinschaft Verbraucherschutz (LAV) enthält Auslegungshinweise, die einen einheitlichen Vollzug der EU-Verordnung über den Schutz von Tieren zum Zeitpunkt der Tötung und der nationalen Tierschutz-Schlachtverordnung sicherstellen sollen. Es richtet sich an die Vollzugsbehörden. Das Handbuch wird durch vorgenannte Länderarbeitsgemeinschaft regelmäßig aktualisiert.

Kontrollen in Schlachteinrichtungen

Amtliche Kontrollen zum Schutz von Tieren zum Zeitpunkt der Schlachtung bzw. Tötung Sachsen-Anhalt 2015 bis 2017

Quelle: Landesamt für Verbraucherschutz Sachsen-Anhallt

Anzahl der Einrichtungen zur Betäubung/Schlachtung/TötungAnzahl der kontrollierten EinrichtungenAnzahl der festgestellten VerstößeAnzahl der behördlichen Maßnahmen
2015886922
2016868099
2017847853

Veterinärwesen, Tierschutz, Tierarznei- und Futtermittel

Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Energie des Landes Sachsen-Anhalt
Leipziger Straße 58
39112 Magdeburg

Telefon: +49 391 567-01
E-Mail: tierschutz-st(at)mule.sachsen-anhalt.de