Wofür tritt der Tierschutzbeauftragte ein

>>> Verbot des Kastenstandes in der Sauenhaltung

Die Haltung von Zuchtsauen in sogenannten Kastenständen ist nicht tiergerecht. Das betrifft sowohl die Haltung im Deckzentrum als auch im Abferkelbereich. Gegenwärtig stehen Sauen in konventionellen Haltungen, in denen Ferkel erzeugt werden, üblicherweise fast die Hälfte ihres Lebens in Kastenständen – das muss sich ändern.

Im Rahmen der Selbstbefassung hatte der Ausschuss für Ernährung Landwirtschaft und Forsten (LAN) des Landtags Sachsen-Anhalt den Tierschutzbeauftragten gebeten, seine Position zu den aktuell eingesetzten Haltungsverfahren in der Sauenhaltung und zur Zukunftsfähigkeit der unfixierten Haltung von Sauen in Sachsen-Anhalt darzulegen.

Stellungnahme für LAN-Ausschuss (PDF, nicht barrierefrei)

>>> Schweinehochhaus Maasdorf

Im Landkreis Anhalt-Bitterfeld in Maasdorf gibt es eine ungewöhnliche Schweinehaltung. Ungewöhnlich ist vor allem die bauliche Anordnung der Haltungssysteme – die Schweine werden nicht wie üblich ebenerdig sondern in sechs übereinander liegenden Etagen gehalten, zwischen denen sie mit Fahrstühlen transportiert werden. Vor allem Tierschutzorganisationen und Medien kritisierten dieses „Schweinehochhaus“ wiederholt wegen angeblicher Verstöße gegen Tierschutzrecht. Ich habe mich Vorort von den tatsächlichen Gegebenheiten überzeugt.

Der Ausschuss für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten des Landtags Sachsen-Anhalt hatte den Tierschutzbeauftragten gebeten, seine Position zu einem eingesetzten Haltungsverfahren in Maasdorf darzulegen (ADrs. 7/REV/15 – Antrag auf Selbstbefassung der Fraktion der AfD zum Thema „Genehmigungsfähige Schweinehaltung in der Schweinezuchtanlage der JSR Hybrid Deutschland GmbH in Maasdorf“).

Die im „Schweinehochhaus Maasdorf“ eingesetzten Haltungsformen der Schweinehaltung entsprechen denen anderer konventionell wirtschaftender Schweinehaltungsbetriebe. Die ungewöhnliche bauliche Anordnung der Haltungssysteme in sechs Etagen eines „Hochhauses“ hat auf tierschutzrechtliche Aspekte keine Auswirkung.

Stellungnahme für LAN-Ausschuss (PDF, nicht barrierefrei)

>>> Tierschutz in der Nutztierhaltung

Wie tiergerecht ist unsere Nutztierhaltung? 
Wie werden Tiere gehalten, die uns als Nahrungsgrundlage dienen?
Wer stellt sicher, dass Tiere nicht leiden und ihnen keine Schäden zugefügt werden?
Was können behördliche Tierschutzkontrollen bewirken und wie ist die Situation in Sachsen-Anhalt?

Näheres können Sie nachstehendem Vortrag entnehmen, den der Tierschutzbeauftragte vor in der Tierhaltung Beschäftigten des Bundesfreiwilligendienstes gehalten hat.

Vortrag zum Download (PDF, nicht barrierefrei)

>>> Tierschutz in der Schweinehaltung

Wie zukunftsfähig ist die gegenwärtig praktizierte Schweinehaltung in Bezug auf Tierschutz?

Die gegenwärtig praktizierte Form der Nutztierhaltung ist nicht zukunftsfähig – so der Wissenschaftliche Beirat für Agrarpolitik in seinem Gutachten „Wege zu einer gesellschaftlich akzeptierten Nutztierhaltung“ vom März  2015.

Warum akzeptieren viele Mitbürger die Nutztierhaltung, und insbesondere die Schweinehaltung, nicht mehr, liefert sie ihnen doch tierische Lebensmittel in ansprechender Qualität zu vergleichsweise günstigen Preisen?

Weil der nicht mit Landwirtschaft verknüpfte Bürger gar keine Vorstellungen mehr davon hat, wie Tiere in Intensivhaltungen tatsächlich gehalten werden. Und weil Tierhalter vor allem aus wirtschaftlichen Erwägungen sich mit Veränderungen der Haltungsbedingungen für die Tiere schwer tun und hier vor allem auf Wettbewerbsfähigkeit pochen.
Die Gedanken des Tierschutzbeauftragten dazu im nachstehenden Vortrag vor dem Fachausschuss Schwein des Bauernverbandes Sachsen-Anhalt.

Vortrag zum Download (PDF, nicht barrierefrei)

>>> Umgang mit freilebenden Katzen und Katzen von Besitzern mit Freigang

Freilebende herrenlose Katzen können, wenn sie in hoher Anzahl auftreten, eine Gefahr für die Öffentlichkeit darstellen. Gleichzeitig sind diese Katzen aber auch Leidtragende, denn sie sind keine Wildtiere und auf Versorgung durch Menschen angewiesen. Viele Tierschutzvereine übernehmen aus Tierschutzgründen ehrenamtlich die Versorgung der Katzen an Futterstellen. Damit die Anzahl der Katzen durch ungebremste Fortpflanzung nicht immer mehr ansteigt, fangen Tierschutzvereine die Katzen ein, kastrieren sie und setzen sie am Einfangort wieder aus. Das alles ist sehr aufwändig und kostspielig. Es ist nur dann langfristig erfolgreich, wenn alle Katzen – auch Katzen die von ihren Besitzern Freilauf erhalten – gekennzeichnet, registriert und kastriert werden.

Der Tierschutzbeauftragte fordert deshalb die gesetzliche Verpflichtung dafür!  

Lesen Sie ausführlich die Position des Tierschutzbeauftragten zur Kennzeichnung, Registrierung und Kastration von Katzen, zur Ausweisung von Katzenschutzgebieten und der finanziellen Unterstützung von Tierschutzvereinen in einem Interview mit der Volksstimme.

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Kontakt Info
Tierschutzbeauftragter
Dr. Marco König

Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Energie des Landes Sachsen-Anhalt

Anschrift
Leipziger Straße 58
39112 Magdeburg
Telefon
Telefon: 0391/567-1844