Tierschutzpreis des Landes Sachsen-Anhalt

wohlig gut fühlt sich das Schwein aus dem Bestand von Hubertus von Rundstedt in Schönfeld

Der Tierschutzpreis des Landes Sachsen-Anhalt wird alle zwei Jahre aus Anlass des Welttierschutztages vergeben. Das konkrete Thema wechselt dabei.

Eine Expertenjury unter Mitarbeit von Verwaltungsbehörden und dem Deutschen Tierschutzbund nimmt die Bewertung der Teilnehmer vor. 2018 stand die artgerechte Nutztierhaltung im Mittelpunkt. Das Thema lautete: "Beispielhafte Maßnahmen zur Schaffung unterschiedlicher Funktionsbereiche in der Haltung von Rindern, Schweinen oder Geflügel, in denen auch artgemäße Beschäftigung der Tiere möglich ist." Der Landeswettbewerb richtete sich an Nutztierhalterinnen und Nutztierhalter.

Tierschutzpreis 2018 Sachsen-Anhalt für beispielhafte Nutztierhaltung

Landwirtschaftsministerin Prof. Dr. Claudia Dalbert mit den Tierschutzpreisträgern 2018 und dem Tierschutzbeauftragten Dr. Marco König

Landwirtschaftsministerin Prof. Dr. Claudia Dalbert hat am Donnerstag, 18.10.2018 im Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle (Saale) den mit 1.500 Euro dotierten Tierschutzpreis 2018 des Landes Sachsen-Anhalt an die von Rundstedt`sche Gutsverwaltung GbR aus Schönfeld überreicht. Der zweite Platz und damit 1.300 Euro ging an den Landhof Christoph Klamroth in Thale, Ortsteil Westerhausen. Den dritten Platz teilen sich mit je 500 Euro die Agrargenossenschaft e.G. „Saaleaue“ in Könnern, Ortsteil Beesenlaublingen und der Hühnerhof Zimmermann in Zeitz, Ortsteil Nonnewitz.

Der diesjährige Wettbewerb stand unter dem Thema: „Beispielhafte Maßnahmen zur Schaffung unterschiedlicher Funktionsbereiche in der Haltung von Rindern, Schweinen oder Geflügel, in denen auch artgemäße Beschäftigung der Tiere möglich ist“.

Landwirtschaftsministerin Dalbert betonte in ihrer Ansprache: „Ich wünsche mir, dass von der heutigen Verleihung des Tierschutzpreises positive Signale auf die Tierhaltungen in Sachsen-Anhalt ausstrahlen, denn heute werden wir durchweg positive Betriebe kennenlernen und prämieren. Der diesjährige Tierschutzpreis bietet eine Möglichkeit, die vorhandenen guten Ansätze zu mehr Tierwohl in der Nutztierhaltung in der Öffentlichkeit zu präsentieren. Insbesondere sollen öffentlich wirksam positive Beispiele aus diesem Tierhaltungsbereich dargestellt werden.“

>>> Pressemitteilung

Vorstellung der Preisträger des Tierschutzpreises 2018

1. Preis (1.500 EURO): „Von Rundstedt`sche Gutsverwaltung GbR“

Der Betrieb hält 80 Sauen und 800 Schweine in ökologischer Haltung in einem geschlossenen System. Die Schweine stehen entsprechend ihres Lebensabschnittes in verschiedenen Ställen. In allen Ställen stehen den Tieren 20 bis 50 Prozent mehr Platz als gesetzlich gefordert und zusätzlich ein Außenauslauf zur Verfügung. Alle Schweine werden auf Stroheinstreu gehalten. Damit sind in allen Ställen großzügige Funktionsbereiche zum Ruhen, Fressen, Kotabsetzen und Beschäftigen gegeben. Alle diese Haltungsbedingungen führen unter anderem auch dazu, dass im Betrieb kein Schwanzbeißen der Schweine auftritt und deshalb keine Schwänze kupiert werden. Nach Überzeugung der Bewertungskommission wurde das Thema des diesjährigen Tierschutzpreises hier am besten umgesetzt.

Säugen der bis 11 Tage alten Ferkel
ausreichend Auslauf für die Mastschweine im Stall
Hubertus von Rundstedt zwischen Landwirtschaftsministerin Prof. Dr. Claudia Dalbert und Teirschutzbeauftragten Dr. Marco König

2. Preis (1.300 EURO): „Landhof Christoph Kurt Klamroth“

Der Betrieb hält 140 Milchkühe mit Nachzucht. Zum Betrieb gehören zwei ältere Ställe, die dem gesetzlich vorgeschriebenen Standard entsprechen und ein hochinnovativer, beispielhafter Stallneubau. Im Neubau wurde der neueste Stand der Technik bezüglich Haltungs- und Bewirtschaftungssystemen mit speziellem Augenmerk so eingebaut, dass es in erster Linie dem Tierwohl zugutekommt. Zudem wurde auch bei vermeintlichen Kleinigkeiten und Details der Stallausrüstung darauf geachtet, dass insbesondere die Tiere davon profitieren und dabei möglichst viele Möglichkeiten zu Komfortverhalten zur Verfügung gestellt bekommen. Ein Beispiel: Die exakte Anpassung der Liegeboxengrößen an die Tiergröße nach dem Vermessen der Tiere.

Lagerung der Heuballen
Blick in den neugebauten Kuhstall mit modernster Technik
Einsatz eines Melkroboters

3. Preis (500 EURO): „Agrargenossenschaft „Saaleaue“ Beesenlaublingen e.G.“

Mit sehr viel Engagement werden hier in einer alten Bauhülle Gänse so gehalten, dass sie neben den Grundbedürfnissen der Nahrungsaufnahme fast alle ihre Bedürfnisse in unterschiedlichen Funktionsbereichen erfüllen können. Lobenswert ist insbesondere das überaus großzügige Platzangebot im Freilauf.

Blick in den Gösselstall
Blick auf ein Tränkebehältnis im Gösselstall
Gänsemast im Maisfeld

3. Preis (500 EURO): „Hühnerhof Philipp Zimmermann“

Der Betreiber hält 1.350 Legehennen in Freilandhaltung, knapp 1.000 Hennen davon in sogenannten mobilen Hühnerställen. Den Tieren stehen in den Ställen verschiedene Funktionsbereiche und insbesondere im großzügigen Auslaufbereich zahlreiche Beschäftigungsmöglichkeiten zur Verfügung. Die Ställe selbst erfüllen bezüglich der Haltungsbedingungen den gesetzlich vorgeschriebenen Standard. Betreiber Herr Philipp Zimmermann verkauft die Eier aus seinen Ställen vorwiegend in Direktvermarktung - in einem Hofladen, auf Märkten und direkt beim Endabnehmer.

Großer Auslauf für Hühner beim festen Stall
Blick in den Innenbereich des mobilen Stalls
Eiablageplatz mobiler Stall
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Tierschutzbeauftragter
Dr. Marco König

(Kopie 1)

Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Energie des Landes Sachsen-Anhalt

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