Informationen zu den nachfolgenden ausgewählten Abfallarten

Abfälle sind nach Herkunft und Zusammensetzung verschieden, wodurch ihre Entsorgungsmöglichkeiten wesentlich beeinflusst werden:

Abriss Wohnungen

In der Bauwirtschaft und bei industriellen Prozessen fallen große Mengen mineralischer Abfälle an: Bauschutt, Bodenmaterial, Straßenaufbruch, Schlacken und Aschen aus der Verbrennung oder Gießereisande. Sie können zum Beispiel im Straßen- oder Deponiebau verwertet werden.
Informationen für die Bewertung der Schadlosigkeit der Verwertung

Das Ministerium hat einen Arbeitskreis initiiert, in dem die aktuelle Situation der Verwertung mineralischer Abfälle erörtert werden. Die prognostische Entwicklung hinsichtlich Entsorgungssicherheit und die Gewährleistung der Verwertungshierarchie des Kreislaufwirtschaftsgesetzes sind Ziel der Diskussion.
Kurzgutachten zur aktuellen und zukünftigen Entsorgung mineralischer Abfälle in Sachsen-Anhalt
(Oktober 2013)
Monitoring und Verifizierung der Grundaussagen des Gutachtens über die Entsorgung relevanter mineralischer Abfälle in Sachsen-Anhalt (August 2015)

Gefährlicher Abfall

Abfälle, die persistente organische Schadstoffe (POP) enthalten, unterliegen besonderen Anforderungen an die Entsorgung nach Artikel 7 der EG-Verordnung 850/2004. Danach sind die POP in Abfällen bei Überschreiten der Grenzwerte des Anhangs IV dieser Verordnung grundsätzlich zu zerstören. Die Einstufung POP-haltiger Abfälle als gefährlich richtet sich nach Nr. 2.2.3 der Einleitung zur Abfallverzeichnis-Verordnung. Für bestimmte als nicht gefährlich eingestufte POP-haltige Abfälle regelt die POP-Abfall-Überwachungs-Verordnung Getrennthaltungs-, Nachweis- und Registerpflichten. Damit können die Anforderungen an die Zerstörung der POP-Bestandteile im Abfall nachvollzogen werden. Für die Einstufung HBCD-haltiger Abfälle gelten zusätzliche Hinweise des LVwA. Hilfreiche Informationen zu POP-haltigen Abfällen sind auch auf den Seiten des Umweltbundesamts verfügbar. 

Verpackungsabfälle: In der bundesweit geltenden Verpackungsverordnung (neu ab 2019 Verpackungsgesetz) wurden im Rahmen der Produktverantwortung Rücknahme- und Verwertungspflichten für Hersteller und Vertreiber von gebrauchten Verpackungen festgeschrieben. Hersteller und Vertreiber, die Verkaufsverpackungen erstmals in Verkehr bringen, müssen sie sich an einem oder mehreren dualen Systemen beteiligen. Für Anfallstellen, die den privaten Haushalten gleichgestellt sind (§ 3 Abs. 11 Satz 2 und 3 VerpackV) kann die Pflicht zur Beteiligung an dualen Systemen für diejenigen Verpackungen entfallen. Voraussetzung ist, dass sie an einer Branchenlösung nach § 6 Abs. 2 VerpackV teilnehmen. Die in Sachsen-Anhalt festgestellten Dualen Systeme finden Sie hier. Die zuständige Behörde für die Feststellung sowie für die Entgegennahme von Anzeigen von Branchenlösungen ist das Landesamt für Umweltschutz.

Bestimmte Verpackungen für Einweggetränke unterliegen seit 2005 bzw. 2006 der Pfandpflicht. Weitere Informationen hierzu finden Sie in den Fragen und Antworten des Bundesumweltministeriums.
Informationen Mehrweg des Bundesumweltministeriums

Grünabfall

Bei der Verwertung von Bioabfall sind Vorgaben zur Hygiene der Komposte und Gärrückstände sowie zur Güteüberwachung zu beachten. Um einen bundesweit einheitlichen Vollzug der Bioabfallverordnung zu gewährleisten, wurden Hinweise für die Vollzugsbehörden erarbeitet und veröffentlicht.

Aktion Biotonne Deutschland

Anmeldung für Kommunen

Lebensmittel

Lebensmittelabfälle und -verluste zu reduzieren, ist ein erklärtes Ziel auf globaler, europäischer und nationaler Ebene. Initiativen und Projekte, die zu einer Verringerung der Lebensmittelverschwendung beitragen, werden in der Initiative "Zu gut für die Tonne" vorgestellt.

Studie zur Vermeidung von Lebensmittelabfällen in Sachsen-Anhalt

Verwertungsanlage

Zur besseren Überwachung der Entsorgung von Abfällen aus der mechanischen Behandlung wurden Recherchen und Untersuchungen an Abfallbehandlungsanlagen in Sachsen-Anhalt durchführt. Bewertungskriterien zur Optimierung der behördlichen Überwachung wurden herausgearbeitet.

Ausgediente Elektro- und Elektronikaltgeräte, Batterien und Akkumulatoren gehören nicht in den Müll sondern in die Sammel- oder Rücknahmestelle. Sie enthalten viele Wertstoffe (Metalle, Kunststoffe, Glas), die wiederverwendet werden können. In ihnen können sich aber auch Schadstoffe wie Schwermetalle, bromierte Flammschutzmittel, FCKW oder Asbest befinden. Diese müssen getrennt gesammelt und umweltgerecht entsorgt werden. Kommunale Sammelstellen oder Rücknahmestelle im Handel sichern ein hochwertiges Recycling in dafür spezialisierten Entsorgungsunternehmen.

Initiative zur nachhaltigen Verbesserung der Sammelquoten von Elektroaltgeräten, Lampen, Batterien und Akkus

Informationen für den Versandhandel

Handlungshilfen des UBA für die Erfassung und Mengenmitteilungen ab 2018

Altbatterien und Akkumulatoren richtig entsorgen: Informationen des Umweltbundesamts (UBA)

Keine Tabletten in den Ausguss

Hinweise zur richtigen Entsorgung von Altmedikamenten finden Sie in diesem Flyer.

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Info
Referat 44
Kreislaufwirtschaft, Chemikaliensicherheit
und allgemeiner Gesundheitsschutz

Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Energie des Landes Sachsen-Anhalt

Anschrift
Leipziger Straße 58
39112 Magdeburg
Telefon
Telefon: +49 (0)391/ 567-01