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Informationen zu den nachfolgenden ausgewählten Abfallarten

Abfälle sind nach Herkunft und Zusammensetzung verschieden, wodurch ihre Entsorgungsmöglichkeiten wesentlich beeinflusst werden:

Mineralische Abfälle

Mineralische Abfälle stellen die mit Abstand größte Fraktion am jährlichen Abfallaufkommen dar und bieten ein hohes Potenzial wiederverwendet, recycelt oder stofflich verwertet zu werden. Allerdings werden die hier bestehenden Möglichkeiten oftmals noch nicht voll ausgeschöpft.

Um dieses Potenzial vor dem Hintergrund der gesetzlich vorgeschriebenen Abfallhierarchie künftig stärker zu nutzen, haben das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Energie des Landes Sachsen-Anhalt unter fachlicher Beteiligung der betroffenen Bereiche zusammen mit den Industrie- und Handelskammern Sachsen-Anhalt und dem Kompetenznetzwerk Mitteldeutsche Entsorgungswirtschaft den hier veröffentlichten Leitfaden zur Wiederverwendung und Verwertung von mineralischen Abfällen in Sachsen-Anhalt erarbeitet. Seit dem 11. Juni 2019 unterstützt der Bauindustrieverband Ost e. V. als vierter Herausgeber die Inhalte des Leitfadens.

Leitfaden Mineralische Abfälle

Dokumente des Leitfadens:

Erklärtes Ziel ist es, vor allem die Gewinnung und den Einsatz von Recycling-Baustoffen zu fördern, indem ideelle und materielle Hürden bei der Verwendung von Recycling-Baustoffen abgebaut werden. Alle in die Entsorgungskette mineralischer Abfälle eingebundenen Akteure sollen in die Lage versetzt werden, im abfallrechtlichen Rahmen mittels abfallwirtschaftlicher Maßnahmen das Nutzungspotenzial dieser Abfälle besser auszuschöpfen. Dabei stellt das Modul "Regelungen für die stoffliche Verwertung von mineralischen Abfällen (RsVminA)" die in Sachsen-Anhalt durch die Abfallbehörden anzuwendende Version der LAGA-Mitteilung M 20 dar (Erlass vom 15.4.2019).

Der modulare Aufbau macht es möglich, zukünftig weitere für mineralische Abfälle relevante Themenfelder zu integrieren, sowie durch Anpassung einzelner Module schneller auf gesetzliche Änderungen zu reagieren.

Die Herausgeber nehmen konstruktive Hinweise zum Leitfaden und seinen Modulen unter
info(at)cluster-kreislauf-ressourcenwirtschaft.de gern entgegen.

Das Ministerium hatte zuvor einen Arbeitskreis initiiert, in dem die aktuelle Situation der Verwertung mineralischer Abfälle erörtert wurde. Die prognostische Entwicklung hinsichtlich Entsorgungssicherheit und die Gewährleistung der Verwertungshierarchie des Kreislaufwirtschaftsgesetzes wurden begutachtet:

 Kurzgutachten zur aktuellen und zukünftigen Entsorgung mineralischer Abfälle in Sachsen-Anhalt (Oktober 2013)

Monitoring und Verifizierung der Grundaussagen des Gutachtens über die Entsorgung relevanter mineralischer Abfälle in Sachsen-Anhalt (August 2015)

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POP-haltige Abfälle

Abfälle, die persistente organische Schadstoffe (POP) enthalten, unterliegen besonderen Anforderungen an die Entsorgung nach Artikel 7 der Verordnung (EU) Nr. 2019/1021. Danach sind die POP in Abfällen bei Überschreiten der Grenzwerte des Anhangs IV dieser Verordnung grundsätzlich zu zerstören. Die Einstufung POP-haltiger Abfälle als gefährlich richtet sich nach Nr. 2.2.3 der Einleitung zur Abfallverzeichnis-Verordnung. Für bestimmte als nicht gefährlich eingestufte POP-haltige Abfälle regelt die POP-Abfall-Überwachungs-Verordnung Getrennthaltungs-, Nachweis- und Registerpflichten. Damit können die Anforderungen an die Zerstörung der POP-Bestandteile im Abfall nachvollzogen werden. Für die Einstufung HBCD-haltiger Abfälle gelten zusätzliche Hinweise des LVwA. Hilfreiche Informationen zu POP-haltigen Abfällen sind auch auf den Seiten des Umweltbundesamts verfügbar. 

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Verpackungsabfälle

Hersteller, Importeure und Vertreiber von gebrauchten Verpackungen haben im Rahmen der Produktverantwortung Rücknahme- und Verwertungspflichten für ihre Verpackungen.

Insbesondere bei Verkaufs- und Umverpackungen, die typischerweise beim privaten Endverbraucher anfallen, besteht eine Systembeteiligungspflicht. Für Anfallstellen, die den privaten Haushalten gleichgestellt sind, kann die Pflicht zur Beteiligung an dualen Systemen entfallen, wenn sie an einer Branchenlösung teilnehmen.

Die in Sachsen-Anhalt festgestellten Dualen Systeme finden Sie hier. Die zuständige Behörde für die Genehmigung ist das Landesamt für Umweltschutz.

Die Stiftung Zentrale Stelle Verpackungsregister übernimmt die in § 26 VerpackG genannten Aufgaben.
Dazu gehören u.a.

  • die Hersteller von systembeteiligungspflichtigen Verpackungen in einem Verpackungsregister zu führen,
  • Datenmeldungen wie die bisherigen Vollständigkeitserklärungen und weitere Meldungen von Herstellern und dualen Systemen zu plausibilisieren,
  • Anzeigen von Branchenlösungen entgegen zu nehmen und
  • Marktanteile der dualen Systeme und Branchenlösungen zu berechnen und zu veröffentlichen.

Bestimmte Verpackungen für Einweggetränke unterliegen seit 2005 bzw. 2006 der Pfandpflicht. Weitere Informationen hierzu finden Sie in den Fragen und Antworten des Bundesumweltministeriums.
Informationen Mehrweg des Bundesumweltministeriums

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Bioabfälle

Bei der Verwertung von Bioabfall sind Vorgaben zur Hygiene der Komposte und Gärrückstände sowie zur Güteüberwachung zu beachten. Um einen bundesweit einheitlichen Vollzug der Bioabfallverordnung zu gewährleisten, wurden Hinweise für die Vollzugsbehörden erarbeitet und veröffentlicht.

Aktion Biotonne Deutschland

Hinweise für Kommunen

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Lebensmittelabfälle

Lebensmittelabfälle und -verluste zu reduzieren, ist ein erklärtes Ziel auf globaler, europäischer und nationaler Ebene. Initiativen und Projekte, die zu einer Verringerung der Lebensmittelverschwendung beitragen, werden in der Initiative "Zu gut für die Tonne" vorgestellt.

Studie zur Vermeidung von Lebensmittelabfällen in Sachsen-Anhalt

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Abfälle aus Behandlungsanlagen

Zur besseren Überwachung der Entsorgung von Abfällen aus der mechanischen Behandlung wurden Recherchen und Untersuchungen an Abfallbehandlungsanlagen in Sachsen-Anhalt durchführt. Bewertungskriterien zur Optimierung der behördlichen Überwachung wurden herausgearbeitet.

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Elektroaltgeräte

Ausgediente Elektro- und Elektronikaltgeräte, Batterien und Akkumulatoren gehören nicht in den Müll sondern in die Sammel- oder Rücknahmestelle. Sie enthalten viele Wertstoffe (Metalle, Kunststoffe, Glas), die wiederverwendet werden können. In ihnen können sich aber auch Schadstoffe wie Schwermetalle, bromierte Flammschutzmittel, FCKW oder Asbest befinden. Diese müssen getrennt gesammelt und umweltgerecht entsorgt werden. Kommunale Sammelstellen oder Rücknahmestelle im Handel sichern ein hochwertiges Recycling in dafür spezialisierten Entsorgungsunternehmen.

Initiative zur nachhaltigen Verbesserung der Sammelquoten von Elektroaltgeräten, Lampen, Batterien und Akkus

Informationen für den Versandhandel

Handlungshilfen des UBA für die Erfassung und Mengenmitteilungen ab 2018

Altbatterien und Akkumulatoren richtig entsorgen: Informationen des Umweltbundesamts (UBA)

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Altmedikamente

Hinweise zur richtigen Entsorgung von Altmedikamenten finden Sie in diesem Flyer.

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