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Artensofortförderung des Landes Sachsen-Anhalt

Die Artensofortförderung ist eine Ergänzung zu bestehenden nationalen und europäischen Förderprogrammen. Im Jahr 2019 stehen Barmittel in Höhe von 5 Millionen Euro zur Verfügung, mit denen hochwertige Maßnahmen im Gewässer- und Naturschutz gefördert werden, die der Artenvielfalt dienen und bei denen sich mit überschaubarem Aufwand eine „sofortige Wirkung“ erzielen lässt. Damit wird das bisherige Umweltsofortprogramm als „Artensofortförderung“ abgelöst.
Es ist geplant, die Artensofortförderung auch in kommenden Haushaltjahren neu aufzulegen und für kleinere Projekte im Gewässer- und Naturschutz zu etablieren.  

Mit diesem neuen Programm sollen unter anderem

  • Aufwendungen für die Erstellung von Konzepten und Planungen sowie für Maßnahmen zur Erhaltung und Verbesserung der Artenvielfalt,
  • Aufwendungen für Konzepte und Planungen sowie für Vorhaben, die der Pflege und Entwicklung von Gewässern dienen und damit zu einer Verbesserung der ökologischen Funktion der oberirdischen Gewässer als Lebensraum für Flora und Fauna sowie zur Erhaltung und Verbesserung der Artenvielfalt beitragen,

gefördert werden.

Was wird gefördert?

Maßnahmen des Naturschutzes

  1. Förderfähig sind Aufwendungen für die Erstellung von Konzepten und Planungen sowie für Maßnahmen zur Erhaltung und Verbesserung der Artenvielfalt.
  2. Gefördert werden können insbesondere
  • Konzepte und Planungen zur Vorbereitung und Umsetzung der Vorhaben,
  • Schaffung von Naturerfahrungsräumen,
  • Schaffung von Ökogärten,
  • Landschaftspflegemaßnahmen für bedrohte Lebensräume,
  • Entsiegelungsmaßnahmen,
  • Erhaltung, Wiederherstellung und Aufwertung arten- und strukturreicher Feldraine,
  • Aufwertung, Pflege und Entwicklung kommunaler Grünflächen zu struktur- und blütenreichen Wiesen,
  • Präventionsmaßnahmen im Artenschutz,Vogelschutz an Glas.

Maßnahmen des Gewässerschutzes

  1. Förderfähig sind Aufwendungen für Konzepte und Planungen sowie für Vorhaben, die der Pflege und Entwicklung von Gewässern dienen und damit zu einer Verbesserung der ökologischen Funktion der oberirdischen Gewässer als Lebensraum für Flora und Fauna sowie zur Erhaltung und Verbesserung der Artenvielfalt beitragen.

  2. Gefördert werden können insbesondere:

    • Konzepte und Planungen zur Vorbereitung und Umsetzung der Vorhaben,

    • Maßnahmen zur Beseitigung oder Zurückdrängung von Neophyten mit unerwünschten Auswirkungen auf Gewässer und wasserwirtschaftliche Anlagen einschließlich Nachsorge,

    • Maßnahmen zum Erhalt oder zur Anlage eines gewässerbegleitenden Gehölzsaumes,

    • Maßnahmen zur Entwicklung ökologisch wertvoller Gewässerstrukturen,

    • Maßnahmen zur Verbesserung der ökologischen Durchgängigkeit,

    • Seeinterne Therapievorhaben zur Verbesserung der Gewässerqualität.

Wer kann unter anderem Zuwendungen erhalten?

Zuwendungsempfänger sind Körperschaften des öffentlichen Rechts, kommunale Zweckverbände, Wasser- und Bodenverbände, Unterhaltungsverbände, Stiftungen und Anstalten öffentlichen Rechts mit Sitz in Sachsen-Anhalt, gemeinnützige juristische Personen des privaten Rechts, das Landesamt für Umweltschutz, der Landesbetrieb für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft, der Nationalpark Harz, die Biosphärenreservate Mittelelbe, Karstlandschaft Südharz und Drömling.

Über Zuwendungsvoraussetzungen, Art, Umfang und Höhe von Zuwendungen wurden Interessierte bereits auf verschiedenen Veranstaltungen informiert.

Das Antragsformular auf Gewährung einer Zuwendung im Rahmen der Artensofortförderung ist unter folgender E-Mail-Adresse abrufbar: ASF-2019(at)mule.sachsen-anhalt.de.

Wie ist bisher der Stand?

Bis zum 1. August 2019 haben mehr als 80 Antragsteller Förderanträge für insgesamt rund 215 Vorhaben gestellt. Derzeit sind alle zur Verfügung stehenden Mittel gebunden. Etwa 135 Anträge wurden bereits bewilligt und befinden sich in der Planungs- und Umsetzungsphase.

Abteilung Naturschutz, Wasserwirtschaft

Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Energie
des Landes Sachsen-Anhalt
Leipziger Str. 58
39112 Magdeburg

Ansprechpartner: Michael Janssen
Tel.: +49 391 567-1567
Fax: +49 391 567-1559
E-Mail: ASF-2019(at)mule.sachsen-anhalt.de