Menu
menu

Mauerblümchen des Monats

Jeden Monat - seit dem 9. November 2018 - wird hier ein Mauerblümchen des Monats vorgestellt. Der Titel mag irritieren, da es selten "Blümchen" sind, die an der Mauer wachsen.

Die Mauerblümchen sind jeweils Gewächse, die am Grünen Band Sachsen-Anhalt ihre Heimat fanden, da sie hier über Jahrzehnte in Ruhe wachsen und gedeihen konnten. Darum gilt es diesen Artenreichtum zu schützen, der die andere Seite der Medaille der innerdeutschen Teilung ist. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland hat durch das Grüne Band hier die wichtigen Weichen bereits vor 30 Jahren gestellt. Wir müssen jetzt die Gesetzesgrundlage schaffen, damit Erinnerungskultur und Artenschutz durch die Ausweisung als Nationales Naturmonument bewahrt bleibt.

November

Das Mauerblümchen des Monats ist das Breitblättrige Knabenkraut, das in Deutschland als eine nationale Verantwortungsart innerhalb der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt der Bundesregierung eingestuft ist.

Man findet das Mauerblümchen im Cheiner Torfmoor, das von Salzwedel 20 Minuten mit dem Auto zu erreichen ist. Es erstreckt sich auf einer Fläche von circa 400 Hektar und als ehemaliges Grenzgebiet blieb es von einer tiefgreifenden Entwässerung verschont. 7.500 blühende Exemplare verschönern inzwischen fast 40 Hektar - eine wahre Blütenpracht.

Dezember

Das Mauerblümchen im Dezember ist der Asplenium Viride. Herkömmlich bekannt als Grüner Streifenfarn oder Grünstieliger Streifenfarn.

Vor allen Dingen im Harz kann man ihn am Grünen Band bewundern. Da er auch an Felsstandorten wächst, darf er auch wirklich ein "Mauer"blümchen sein, obwohl er wiederum als Farn keine Blüten ausbildet...

Diese einheimische Pflanze hat in Sachsen-Anhalt leider auch den Rote-Liste-Status als "stark gefährdet".

Januar

Blau,blau,blau ist nicht nur der Enzian sondern auch der Blaue Gauchheil, der das Mauerblümchen und Schatz des Monats Januar ist. Er kommt im Nordharzvorland am Grünen Band in Sachsen-Anhalt vor und wächst in Getreideunkrautgesellschaften auf trockenen, warmen, kalkreichen, meist lehmigen Böden. An Randstreifen ist er oftmals zu entdecken.

Februar

Der Name klingt schon wie ein Gedicht "Andromeda polifolia" - im Volksmund auch Rosmarinheide genannt. Sie ist das Mauerblümchen im Februar.

Uta Anhalt hat die Aufnahme auf dem Brocken im Brockengarten aufgenommen, also eigentlich sehr genau ein "Mauerblümchen".

März

Pünktlich zum Frühlingsanfang möchten wir unser wunderschönes Mauerblümchen des Monats März vorstellen. Die Caltha palustris - Sumpfdotterblume - erblüht im Frühling und eben besonders gern in gut erholter Natur wie am Grünen Band Sachsen-Anhalt.

Das Foto der Sumpfdotterblume ist 2014 in der Gemarkung Riebau im Altmarkkreis Salzwedel aufgenommen worden - direkt am Grünen Band.

April

Das Mauerblümchen im April ist der Rundblättrige Sonnentau (Drosera rotundifolia). Das Foto wurde von Annette Westermann im Hochmoor Kälberbruch bei Trautenstein am Grünen Band aufgenommen.

Der Sonnentau ist eine fleischfressende Pflanze aus der Gattung Sonnentau (Drosera). Durch die Bundesartenschutzverordnung ist diese für den Menschen ungefährliche Pflanze streng geschützt. Entlang des Grünen Bandes konnte ein einzigartiger Biotopverbund entstehen, ein geschützter Lebensraum für selten gewordene Tier- und Pflanzenarten. Dies gilt es zu erhalten, zu schützen und erlebbar zu machen.

Mai

"Cirsium palustre" - im Volksmund auch Sumpf-Kratzdistel genannt. Sie ist das Mauerblümchen im Mai. Am Grünen Band Sachsen-Anhalt ist sie überall zu finden. Das Foto wurde von Annette Westermann im Hochmoor Kälberbruch bei Trautenstein am Grünen Band aufgenommen.

Die Distelart bevorzugt feuchte, stickstoffreiche, kalkarme Böden. Wiesen oder Moore an sonnigen bis maximal halbschattigen Bereichen werden von ihr besiedelt. Meist wächst sie in größeren, lockeren Beständen und ist besonders beliebt bei Schmetterlingen und Hummeln.

Juni

Vom Todesstreifen zur Lebenslinie - Im Gebiet der ehemaligen innerdeutschen Grenze konnten sich Arten erhalten und auch wiederfinden, die es im "normalen" Umfeld schwer haben.

Das Mauerblümchen im Juni ist das Sumpf-Läusekraut. In Deutschland gilt das Sumpf-Läusekraut als stark gefährdet und ist nach der Bundesartenschutzverordnung (BArtSchV) besonders geschützt. Vor einiger Zeit konnte das Sumpf-Läusekraut (Pedicularis palustris) westlich von Salzwedel in einer Wiesengesellschaft nachgewiesen werden. Die 132 Kilometer des Grünen Bandes sind ein wesentlicher Standortfaktor für den nachhaltigen Tourismus im Landkreis und kann auf vielfältige Weise von Besuchern wie Einheimischen entdeckt werden.

Mehr zum Grünen Band in der Altmark:
https://www.altmarkkreis-salzwedel.de/kultur-tourismus/gruenes-band.aspx

Juli

Das Mauerblümchen im Juli ist der Lämmersalat.

Der Lämmersalat, den die Fachleute Arnoseris minima nennen, wächst im Norden des Drömlings. Der Lämmersalat steht auf der Roten Liste, wie so viele Arten in Deutschland. Doch im Naturpark Drömling gibt es ihn noch - vielleicht auch weil der Drömling eine besondere Geschichte hat. Er liegt am ehemaligen Todesstreifen.

August

Im August ist das Katzenpfötchen das Mauerblümchen des Monats - leider gibt es hiervon nur noch wenige Exemplare und die wunderschöne, an eine Tatze erinnernde Blüte ist kaum bekannt.

Das Katzenpfötchen (Antennaria dioica) kann im Harz am Grünen Band noch gefunden werden. Entlang des Grünen Bandes konnte ein einzigartiger Biotopverbund entstehen, ein geschützter Lebensraum für selten gewordene Tier- und Pflanzenarten. Dies gilt es zu erhalten, zu schützen und erlebbar zu machen.
 

 

 

September

Die Brocken-Anemone ist das Mauerblümchen des Monats September. Warum gerade der Brocken der perfekte Platz für diese Pflanze ist, kann unter https://www.bund.net/tiere-pflanzen/pflanzen/brockenanemone/ nachgelesen werden.

Jeden Monat - seit dem 9. November 2018 kürt das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Energie des Landes Sachsen-Anhalt hier ein Mauerblümchen des Monats. Der Titel mag irritieren, da es selten "Blümchen" die an der Mauer wachsen - sind, die hier vorgestellt werden. Die Mauerblümchen sind jeweils Gewächse, die am Grünen Band Sachsen-Anhalt Anhalt ihre Heimat fanden, da sie hier über Jahrzehnte in Ruhe wachsen und gedeihen konnten.

Darum gilt es diesen Artenreichtum zu schützen, der die andere Seite der Medaille der innerdeutschen Teilung ist. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland hat durch das Grüne Band hier die wichtigen Weichen bereits vor 30 Jahren gestellt. Im Landtag von Sachsen-Anhalt wird jetzt die Gesetzesgrundlage geschaffen, damit Erinnerungskultur und Artenschutz durch die Ausweisung als Nationales Naturmonument bewahrt bleiben.

Oktober

Das Mauerblümchen im Oktober ist die Glockenheide. Die Glockenheide (Erica tetralix) ist ein attraktiver Zwergstrauch. Sie kommt aus der Familie der Heidekrautgewächse. Wie ihr Zweitname Moorheide verrät, wächst sie am liebsten in Heide- und Torfmooren. Zu finden ist sie am Grünen Band unter anderem in der nordwestlichen Altmark. Das Exemplar wurde von Ulrike Trost-Schröder aufgenommen.

Die Glockenheide ist die letzte Pflanze aus der kleinen "Mauerblümchen"-Reihe, die hier vorgestellt wurde. Jeden Monat - seit dem 9. November 2018 wurde das Mauerblümchen des Monats gekürt. Der Titel mag irritieren, da es selten „Blümchen“ waren, die an der Mauer wachsen. Alle Pflanzen sind entlang des Grünen Bandes in Sachsen-Anhalt zu finden.

Referat Biodiversität, Großschutzgebiete, Naturschutzförderung

Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Energie des Landes Sachsen-Anhalt
Leipziger Straße 58
39112 Magdeburg

Frau Sandra Richter
Telefon: +49 391 567- 1662
E-Mail: Sandra.Richter(at)mule.sachsen-anhalt.de