Wasser in Sachsen-Anhalt

Gemeinsam mit dem Bund und Nachbarbundesländern Thüringen und Sachsen hat sich das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Energie (MULE) zielstrebig präventiven Maßnahmenpaketen zum Hochwasserschutz in Sachsen-Anhalt verschrieben, welche sich auf den gesetzlichen Grundlage des Wassergesetzes für das Land Sachsen-Anhalt (WG LSA) gründen.

Neben dem Ausbau und dem Erhalt komplexer Deichsysteme sowie der Umsetzung der europäischen Hochwasserrisikomanagement-Richtlinie (HWRM-RL) steht für MULE eine qualitativ gute Trinkwasserversorgung sowie umweltgerechte Abwasser- und Schadstoffbeseitigung im Fokus. Der Ausbau bereits vorhandener Schleusennetze und Meldesysteme zur Hochwasserüberwachung bildet einen zusätzlichen Schwerpunkt. Weitere Themenbereiche sollen im Folgenden hier aufgelistet werden.

Hochwasserschutz

Hochwasser in Magdeburg

 Hochwasserschutz als aktive Aufgabe

Hochwasser sind ein Element des natürlichen Wasserkreislaufes und Teil einer vielseitigen Gewässerstruktur in Sachsen Anhalt. Hochwasser sind natürlichen Ursprungs und somit schwer kalkulierbar.

 Durch menschlichen Einfluss wurden Gewässer und die Flussauen verändert, auch infolge einer Zunahme der wirtschaftlichen Nutzung durch Schiffahrt oder Bebauung von Ufertrassen. Damit einhergehend steigt das Hochwasserrisiko und das Hochwasserschadenspotential nimmt zu.

Moderner Hochwasserschutz basiert auf der Analyse des Hochwasserrisikos und des Hochwasserschadenpotentials und zielt auf die Minimierung der durch Hochwasser erfolgten Schäden und Gefahren. Es ist wichtig, dieses natürliche Risiko beim Thema Wasser zu berücksichtigen.

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Förderung wasserwirtschaftlicher Vorhaben

Die Wasserwirtschaft

Das Land Sachsen-Anhalt unterstützt die Durchführung wasserwirtschaftlicher Vorhaben von öffentlichem Interesse, die ohne Zuwendungen nicht oder nicht im notwendigen Umfang durchgeführt werden könnten. Die Antragsunterlagen über die Gewährung von Zuwendungen zur Förderung von wasserwirtschaftlichen Vorhaben (RZWas 2016) sind hier zusammengestellt.

Bauausgabebuch

Verwendungsnachweis

 

 

Wasserversorgung

Die Wasserversorgung als Daseinsgrundlage

Die öffentliche Wasserversorgung ist Bestandteil der kommunalen Daseinsvorsorge. Das MULE sieht sich in der Aufgabe, diese für den Menschen elementare Fürsorge zu gewährleisten, zu schützen und zu fördern. Als sehr niederschlagsarmen Bundesland muss die Aufgabe Sachsen Anhalts sein, dem Schutz der kostbaren Ressource Wasser Rechnung zu tragen.

 In § 50 Abs. 1 Wasserhaushaltsgesetz - WHG ist dies gesetzlich geregelt. Die Trinkwasserversorgung ist in Sachsen-Anhalt hiernach Pflichtaufgabe der Gemeinden und elementar.

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Hochwasserschutz und Naturschutz: Selke-Dialog

Selke-Dialog

Hochwasserschutz ist auch Naturschutz

Unter dem Titel „Selke-Dialog“ soll die Erarbeitung einer nachhaltigen Lösung nun im Rahmen eines Moderationsprozesses erfolgen, wie der Hochwasserschutz mit dem Naturschutz an der Selke vereinbar ist. Ziel des Prozesses ist es, aus den festgefahrenen Gleisen herauszukommen und einen Konsens zu erarbeiten, der von allen Interessengruppen gemeinsam getragen wird. Dieser Prozess gilt seit Juni 2018 als erfolgreich beendet, wie durch eine Pressemitteilung zu entnehmen ist.

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Gewässerschutz

Gewässerschutz dient dem Grundwasserschutz

Das Grundwasser ist Bestandteil des Wasserkreislaufs. Das vom Niederschlag gespeiste oberflächennahe Grundwasser unterliegt sowohl jahreszeitlich und längerfristig erheblichen Schwankungen. Diese können mehrere Meter betragen können.

 Erfahrungsgemäß liegen im jahreszeitlichen Rhythmus die höchsten Grundwasserstände in der Regel in den Monaten Februar bis Mai vor, da die Grundwasserneubildung vor allem im Winterhalbjahr (November bis April) erfolgt.

Hohe Grundwasserstände können zu Vernässungen führen. Die Folge können erhebliche Beeinträchtigungen der Nutzung landwirtschaftlicher Flächen sein. Ernteausfälle und Schadensersatzleistungen an die betroffenen Bauern können die Folge sein. Auch die Bausubstanz kann in Siedlungsbereichen gefährdet sein. Deswegen ist der Schutz des Grundwassers mit dem Hochwasserrisiko in Zusammenhang zu sehen.

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Abwasser

Abwasser ist divers

Abwasser ist das durch Gebrauch in seinen Eigenschaften veränderte Wasser und das bei Trockenwetter damit abfließende Wasser (Schmutzwasser) sowie das aus dem Bereich von bebauten und befestigen Flächen abfließende und gesammelte Wasser (Niederschlagswasser). Es fügt sich, wie auch das Grundwassser und das Hochwassser, in den natürlichen Wasserkreislauf mit ein. Diese 3 Arten des natürlichen Wasservorkommens, dazu kommt der natürliche Niederschlag, sind konstitutiv für den natürlichen Wasserhaushalt. Abwasser hat auch einen Einfluss auf das Hoch-und Grundwasser.

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Wassergefährdende Stoffe

Gefährdungspotenzial für den Wassserhaushalt

Technische Anlagen, in denen wassergefährdende Stoffe hergestellt, behandelt, verwendet, gelagert oder abgefüllt werden, sind so zu errichten und zu betreiben, dass eine Verunreinigung der Gewässer vermieden wird. Das dient der Prävention und ist Basis eines effektiven Schutzsystems vor den Gefahren der Verunreinigung des Grundwasssers und somit auch des Trinkwasssers.

Zu diesen Anlagen zählen z.B. Heizölverbraucheranlagen in Privathaushalten, Tankstellen und vor allem Industrieanlagen wie Erdölraffinerien und Chemiebetriebe. 

Zu den wassergefährdenden Substanzen zählen:  feste, flüssige und gasförmige Stoffe, Stoffgemische und –gruppen, die die physikalische, chemische oder biologische Beschaffenheit des Wassers dauerhaft verändern und schädlich beeinträchtigen können. Das sind u. a. Lösemittel, mineralölhaltige Rückstände, Pflanzenbehandlungsmittel, Schwermetalle, Phosphate sowie halogenierte Kohlenwasserstoffe, Säuren und Laugen.

Der natürliche Wassserhaushalt ist somit allerlei Gefahren durch diese Stoffe ausgesetzt. Es müssen Schutzmaßnahmen getroffen werden, die das Wohl der Menschen im Auge hat und den Gegebenheit Rechnung trägt.

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Gewässerunterhaltung

Bestandsschutz und aktiver Umweltschutz

Gewässer mit einem natürlichen Fließgleichgewicht haben einen sehr geringen Unterhaltungsaufwand. Im Laufe der Jahrhunderte wurden unsere Gewässer für eine  bessere wirtschaftliche Nutzbarkeit des Wassers und der natürlichen Überschwemmungsflächen ihrem Verlauf und Profil teilweise erheblich verändert. Das alles hat Einfluss auf das Hochwasserrisiko, dem Grundwassser und den wassserwirtschaftlichen Vorhaben. Planung und Sicherung des natürlichen Gewässserverlaufs dient auch dem Schutz einer natürlichen Flora und Fauna und ist Naturschutz par exellence.

Damit das Wasser in den Flussläufen möglichst schadlos abfließen kann, bedarf dieser ausgebaute Gewässerzustand einer dauerhaften Erhaltung.

Neben der Absicherung des ordnungsgemäßen Wasserabflusses dient die Gewässerunterhaltung insbesondere der oben schon erwähnten ökologischen Entwicklung. Schließlich erfolgt der Erhalt der natürlichen Flussläufe den Prinzipien einer Kombination aus der Wahrung der ökologischen Vielfalt, dem Schutz der Menschen, der aktiven Vermeidung von Hochwasserrisiken. Somit laufen die oben erwähnten Punkte hier als Paradebeispiel für aktiven Umwelt-und Naturschutz im Sektor Wasser an dieser Stelle zusammen. 

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