Gewässerschutz und Gewässerbewirtschaftung

Saalemäander in Sachsen-Anhalt
Saalemäander in Sachsen-Anhalt (Foto: Manfred Simon)

Über 24.000 Kilometer Bäche und Flüsse durchziehen Sachsen-Anhalt. Unzählige neue Seen entstehen in den ehemaligen Tagebauen des Mitteldeutschen Reviers. Die Elbe prägt wie kein anderer Strom auf einer Länge von über 300 Kilometern das Land mit weitreichenden Auen als einzigartigem Rückzugsraum für seltene Tiere und Pflanzen. Für die Erhaltung und Verbesserung dieser wertvollen Kulturlandschaft bietet seit dem Dezember 2000 die Europäische Wasserrahmenrahmenrichtlinie einen europaweit einheitlichen Rahmen. Neben den Themen des Gewässerschutzes finden Sie hier ebenfalls weitergehende Informationen zur Gewässerbewirtschaftung. Dazu gehört auch der Umgang mit Vernässungen, die in einigen Regionen Sachsen-Anhalts auftreten.

Wasserrahmenrichtlinie

Wasser ist nicht nur Lebensraum für Pflanzen und Tiere. Wasser ist nicht zuletzt Lebensmittel Nummer Eins. Sauberes Wasser ist daher ein Gebot der Stunde.

Die europäische Wasserrahmenrichtlinie trägt dem Rechnung. Sie hat sich einen nachhaltigen Gewässerschutz auf die Fahnen geschrieben. Das heißt: Gewässerschutz wird nicht länger als nationale Aufgabe verstanden. Maßnahmen zur Steigerung der Wasserqualität machen nicht länger an Ländergrenzen halt. Vielmehr wird Gewässergüte von der Quelle bis zur Mündung betrachtet. Insoweit beschreibt die Wasserrahmenrichtlinie ein neues Zeitalter für den Gewässerschutz in Europa

>>> Zur Wasserrahmenrichtlinie

Grundwassersituation in Sachsen-Anhalt

Bild mit Übersicht der Grundwassermesstellen in Sachsen-Anhalt
Bild mit Übersicht der Grundwassermesstellen in Sachsen-Anhalt (Quelle: MULE)

Grundwasser ist ein wesentlicher Bestandteil des Wasserkreislaufs. Das vom Niederschlagsgeschehen gespeiste oberflächennahe Grundwasser unterliegt sowohl jahreszeitlich als auch längerfristig erheblichen Schwankungen, die mehrere Meter betragen können. Erfahrungsgemäß liegen im jahreszeitlichen Rhythmus die höchsten Grundwasserstände in der Regel in den Monaten Februar bis Mai vor, da die Grundwasserneubildung vor allem im Winterhalbjahr (November bis April) erfolgt. Hohe Grundwasserstände können zu Vernässungen führen. Die Folge können erhebliche Beeinträchtigungen der Nutzung landwirtschaftlicher Flächen sein. Auch die Bausubstanz kann in Siedlungsbereichen gefährdet sein.

Aktuelle Grundwasserstände

Maskottchen Bodo Biber
Maskottchen Bodo Biber bei der Kontrolle des Grundwasserstandes (Quelle: MULE)

Auf den Internetseiten des Gewässerkundlichen Landesdienstes Sachsen-Anhalts sind Informationen zur Entwicklung der Grundwasserstände bereitgestellt:

Vernässungsgefährdete Gebiete

Rund 27 Prozent der Landesfläche Sachsen-Anhalts sind potentiell vernässungsgefährdet. Besonders betroffen sind Flussauen und Niederungen, ehemalige Berbaugebiete, Gebiete mit oberflächennah anstehenden bindigen Schichten und mit anstehendem Festgestein. Weitere Informationen: