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EU Gemeinschaftsinitiative LEADER +

Grundlagen

LEADER (Abkürzung für Liaisons Entre les Actions de Developpement de l' Economie Rurale) ist eine Gemeinschaftsinitiative der Europäischen Kommission für einen neuen Ansatz zur Entwicklung ländlicher Räume.

 

 

Die EU-Gemeinschaftsinitiative LEADER+ sieht vor, andere Förderprogramme zu ergänzen und integrierte Ansätze zu fördern, die von aktiven, auf lokaler Ebene tätigen Partnerschaften erarbeitet und umgesetzt werden. Die Initiative soll dabei die lokalen Akteure unterstützen und das Potenzial ihres Gebietes in einer längerfristigen Perspektive herausarbeiten.

 

 

Im Rahmen der Gemeinschaftsinitiative sollen neuartige, integrierte Strategien für eine nachhaltige Entwicklung umgesetzt werden, wobei auf Partnerschaften und Netzwerke für den Austausch von Erfahrungen besonderer Wert gelegt wird.

 

 

Für LEADER+ schlägt die EU-Kommission übergeordnete Themen von Entwicklungsstrategien vor:

 

 

  • Einsatz neuen Know-hows und neuer Technologien zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit der Erzeugnisse und Dienstleistungen der Gebiete,
  • Verbesserung der Lebensqualität in den ländlichen Gebieten,
  • Aufwertung lokaler Erzeugnisse, indem besonders Kleinbetrieben durch kollektive Maßnahmen der Marktzugang erleichtert wird,
  • Valorisierung der natürlichen und kulturellen Ressourcen, einschließlich der Steigerung des Wertes von Flächen im gemeinschaftlichen Interesse, die unter NATURA 2000 ausgewählt wurden.

Vor diesem Hintergrund dient LEADER+ in erster Linie der Förderung von Pilotstrategien zur Erschließung des endogenen Potenzials der ländlichen Gebiete. LEADER+ ist kein zusätzliches Investitions- bzw. Infrastrukturprogramm. Investitions- bzw. Infrastrukturprojekte werden nur bis zu einem Höchstbetrag von max. 300.000 Euro der förderfähigen Gesamtkosten gefördert. Im Förderzeitraum 2000-2006 stehen dem Land Sachsen-Anhalt dafür insgesamt 21,9 Mio. Euro EU-Gemeinschaftsmittel aus dem EAGFL-A zur Verfügung. Damit ist auch der integrierte Einsatz der anderen Fonds (EFRE- Regionalfonds und EFS- Sozialfonds) abzudecken.

 

Eine wesentliche Fördervoraussetzung ist in Sachsen-Anhalt die Bereitstellung der nationalen Kofinanzierung, wie bereits in der alten Förderphase LEADER II, durch die betroffenen Landkreise oder Kommunen.

 

 

 

 

Die EU-weit geltenden Grundlagen der Gemeinschaftsinitiative sind in der Mitteilung der Kommission an die Mitgliedstaaten vom 14. April 2000 für die Entwicklung des ländlichen Raums (LEADER+-Leitlinien), veröffentlicht im Amtsblatt der EU-C 139 vom 18.05.2000, festgehalten.

 

 

 

 

Die Leitlinien wurden auf Ebene des Landes Sachsen-Anhalt inhaltlich und verfahrensmethodisch konkretisiert und zu einem Landesprogramm erarbeitet, das Informationen zur Umsetzung der Gemeinschaftsinitiative auf nationaler Ebene enthält und von der EU- Kommission am 03.12.2001 genehmigt wurde.

 

  • Planungsdokument LEADER+ Sachsen-Anhalt vom 03.12.2001 (pdf-Datei, 600 KB)

 

 

 

 

 

 

 

Gemäß Punkt 35 Abs. 2 der LEADER+- Leitlinien wurde der EU- Kommission mit Genehmigung des Programms LEADER + Sachsen-Anhalt eine Ergänzung zur Programmplanung gemäß VO (EG) 1260/99 Art. 9, Buchstabe m am 17.04.2002 übermittelt.

 

 

  • Ergänzung zur Programmplanung der Gemeinschaftsinitiative LEADER+ Sachsen-Anhalt vom 17.04.2002 (pdf-Datei, 159 KB)

Das MLU startete in 2001 zwei Wettbewerbsaufrufe an denen sich insgesamt 17 lokale Aktionsgruppen beteiligten.

Entsprechend der vorgenannten Anforderungen wurden 10 lokale Aktionsgruppen durch den Regionalen Begleitausschuss ausgewählt.